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3 (1842) I - O
Entstehung
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Lippe — Lipski.

B. Scliaumburg - Lippe.

Sie führen ein Haupt- und ein Mittelschild. Ersteres in 4 Feldergetheilt, wovon 1 und 4 die Lippesche Rose, 3 und 4 die Schwalen-bergsche Schwalbe enthält. Auf dem Mittelschilde sieht man dasSchauenburgsche Nesselblatt mit drei eingesteckten Nägeln.

Lippe, die Freiherren und Herren von der.

1) Dieses freiherrliche Geschlecht, das in Westphalen den Ritter-sitz Winsbeck seit langen Zeiten besitzt oder besass, stammt aus dermorganatischen Ehe Bernhard's , Reichsgrafen von der Lippe, und derMargaretha v. Reden, die am Ausgange des 15. Jahrhunderts lebten.Der älteste Sohn aus dieser Ehe, Bernhard v. d. L., war fiirstl. lip-pescher Kanzler und starb muthinasslich an Gift. Er hatte drei Söhne,Heinrich, Simon und Christoph, die ihr Geschlecht fortpflanzten.Ein Zweig dieses Hauses hatte sich in den kurpfälzischen Landen, einanderer in den königl. dänischen Staaten niedergelassen. Dem erste-ren gehörte an Friedrich v. d. Lippe, genannt Huno oder Hoen, der umdas Jahr 1658 kurpfälzischer Geheimer Rath und Vicedom zu Neustadtwar. Die letztere Linie gründete Christoph v. d. L., ein Sohn desoben genannten Heinrichs, dänischer Kanzler und im dreissigjährigenKriege Gesandter bei verschiedenen Kreisen des deutschen Reiches.

Diese freiherrliche Familie führt im silbernen Schilde zwei übereinander gesetzte schwarze Turnierkragen. Auf dem Helme liegt eineWulst, über welcher zwei silberne Adlerflügel, mit den Turnierkra-gen belegt, dargestellt sind, und zwar so, dass die Turnierkragen inder Mitte liegen und auf diese Weise beide Flügel berühren.

2) Ein adeliges, znmTheil auch freiherrliches Geschlecht in Sach-sen und Westphalen, das schon im 12. Jahrhunderte ansehnlich begü-tert war. Sein Stammhaus ist das Schloss Wintrup. In den Markenwar es ebenfalls begütert. In dem Kreise Teltow gehörten ihm dieGüter Blankenfelde und Glasow. Nicht zu bestimmen vermögen wir,ob der Oberst v. d. Lippe, der im Jahre 1715 Commandant der Pee-namünder Schanze war, und diese sehr ehrenvoll vertlieidigte, dieseroder der vorerwähnten Familie v. d. L. angehörte. Dasselbe ist beieiner langen Reihe von Offizieren der Fall, die den Namen v. d. Lippeund v. Lippe führten. Namentlich standen zwei Brüder v. L. in demInfanterie - Regimente v. Sanitz. (M. s. den Art. v. Lippa.) Eben sostanden zwei Brüder v. Lippe in dem Kiirassierregimente v. Bünting,der ältere trat 1808 in kaiserlich österreichische Dienste, und ist imJahre 1819 als Rittmeister des Regiments Kaiser Franz-Kürassier inUngarn gestorben, der jüngere blieb im Jahre 1813 als Lieutenant des3. Dragonerregiments auf dem Felde der Ehre. — Noch gegenwärtigdienen Offiziere dieses Namens in der Armee, namentlich der Prem.-Lieutenant v. d. L. im 13. Infanterie-Regimente zu Münster, und derPrem.-Lieutenant und Ritter des eisernen Kreuzes (erworben in Frank-reich) v. L. im 3. Dragonerregimente.

Lipski, die Herren von.

Eine adelige polnische Familie, die in der Provinz Posen ansäs-sig ist, wo namentlich der Landschaftsrath v. Lipski da3 Gut Uzar-zewo besitzt. — Im Jahre 1806 war ein v. Lipe-Lipski Propst amCollegiatstift zu Chocz. — Zwei Offiziere dieses Namens standen im