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Lilienstern — Lindau.
Lilienstcrn, Herr von.
M. s. den Art. Rühle v. Lilienstern.
Linckensdorf, die Herren von.
Eine wiirtembergische adelige Familie, ans welcher Johann Jacobv. Linckensdorf als künigl. preuss. Generalmajor von der Infanterieim Jahre 1783 starb. Er hatte früher in würteinbergisclien Dienstengestanden und war 1766 in prenss. getreten. Er hinterliess mehrereSohne, die ebenfalls im preuss. Heere gestanden haben.
Lindain er (einer), die Herren von.
Das altadelige Geschlecht von Lindainer gehört Schlesien an, woseine Stammhäuser Rosen bei Oppeln und Schleibitz bei Oels liegen.Beide sind lange schon in andere Hände gekommen. In der Gegen-wart besitzt Gustav v. Lindeiner, Lieutenant v. d. Armee, das GutKuhnsdorf Jbei Nimptsch, er ist mit Karoline, Grälin v. Rodern ver-mählt und ein Sohn des Majors im 7. Land wehr-Regimente v. Lind-einer. Von den Vorfahren dieser Familie kommt zuerst FriedrichLindainer, Erbgesessener auf Schleibitz vor, der um das Jahr 1590lebte. Sein Sohn, Georg Ernst v. Lindainer, geb. am Martinstage1692, Landesbestallter im Fürstenthume Oels, wird Eques multilaboris et experientiae genannt (Olsnogr. P. 1. p. 948 — 51). Lucäführt in seiner Chronik den Rudolph Josua und den Wilhelm Gideonv. Lindainer als qualiiicirte Cavaliere an. Der Erstere starb am 13.Januar 1666 als W'ittwer von Maria Elisabeth v. Näfe, die nur einhalbes Jahr mit ihm in der Ehe gelebt hatte. Von Wilhelm Gideongiebt Hallmanns Leichenrede nähere Nachrichten. — Georg Ernstv. Lindainer auf Schleibitz bei Oels und Lorzenberg bei Strehlenhatte Anna Elisabeth, Freiin v. Kittlitz und Mechwitz , zur Gemahlin,er pflanzte sein Geschlecht durch 4 Söhne und 2 Töchter fort. Derzweite seiner Söhne. Ernst Julius, starb als Volontair im kaiserlichenHeere 1717 vor Semlin.
Diese Familie führt im silbernen Schilde drei Hügel, aus demmittlem höheren Hügel wächst ein Lindenzweig. Auf dem Helmewiederholt sicli dieses Bild. Die Helmdecken silbern und schwarz.M. s. Sinapius, I. B. p. 600 u. II. B. p. 781. Zedlers Univers.-Lexi-con, P. XVII. p. 1319. Gaulle, I. B. S. 907.
Lindau (ow), die Grafen von.
Das alte vornehme, längst erloschene Geschlecht der Grafen v.Lindau war aus dem Hause der Grafen v. Arnstein im Mansfeldischenentsprungen und gehörte den fürstl. anhaltischen Staaten an. Nachandern Nachrichten ist dieses Grafengeschlecht von den Grafen vonRohrbach, welche die Abtei Lindau am Bodensee stifteten, entsprun-gen. Sein Stammschloss, mit den dazu gehörigen Gütern, einst dieGrafschaft Lindau bildend, versetzte Albrecht, der ältere Graf zuLindau, schon im Jahre 1370 an die Fürsten von Anhalt für 1300Mark Silber, zwei Jahre später wurde ihm ein neues Darlehn von400 Mark darauf gemacht. Iin Jahre 1457 überliess Albrecht, der