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Lichtenau
Liebe.
Lichtenau, die Gräfin von.
Diesen Namen erhielt die früher verheirathet gewesene Käinme-rerin Rietz, geborne Kncke, Mutter des Grafen und der Grälin vonder Mark (m. s. dies. Art.), Kinder des Königs Friedrich WilhelmsII., bei ihrer Erhebung in den gräflichen Stand, am 28. April desJahres 1794, nach dem ihr geschenkten Gute Lichtenau in der Neu-mark, das gegenwärtig dem Kanonikus Rietz gehört. Nähere Nach-richten über die Grälin v. L. giebt die Schrift: Apologie der Grälinv. Lichtenau, Breslau. 1806. Es wurde der Grälin v. L. bei ihrerErhebung folgendes Wappen beigelegt. Das Schild ist gespalten, dierechte Hälfte silbern und in derselben ein halber preuss. Adler vor-gestellt. In der Mitte der linken blauen Hälfte zeigt sich eine Kö-nigskrone. Dieselbe wiederholt sich zwischen zwei Adleriiiigeln schwe-bend auf dem Helme. M. s. Neues Wappenbuch der preuss. Monar-chie II. S. 67.
Lichtenhain, die Herren von.
Früher wurde dieses alte Geschlecht v. Lichtenhahn genannt.Es gehört Sachsen und Thüringen an, und sein gleichnamiger Stamm-ort liegt bei Jena. Schon zur Zeit des deutschen Ritterordens hatsich ein Ast dieses Geschlechts nach Prenssen und Pommern gewen-det (Beyer, Jen. pag. 335). Diese Familie erwarb ansehnliche Güterbei Weissenfeis, namentlich Ostia und Draschwitz; auch war es beimStädtchen Schlieben ansässig. Bei dem im Jahre 1205 auf dem Culm-berge gehaltenen sächsischen Landtage waren schon Ritter aus diesemHause gegenwärtig (m. s. Wecke, Dresdner Chronik pag. 436 ). —Valentin v L., auf Eselshain, vertheidigte im Jahre 1542 die Rechteder Katholiken gegen den lutherischen Bischof Nikolas Amsdorf zuNaumburg, und verlor darüber seine Güter und seine Freiheit. EineLinie in Thüringen erlosch im Jahre 1655 mit Georg v. L. aufGlehna. — In der preuss. Armee haben mehrere v. L. gestanden,namentlich von der pommerschen Linie der Oberstlieutenant v. L.,früher im Feldjägerregiment, zuletzt Commandeur des ostpreuss. Jä-gerregiments, gestorben im Jahre 1811. — Ein Pr. Lieutenant v.L., der in dem 12. Husarenregiment gestanden hatte, starb vor eini-gen Jahren zu Delitsch bei seiner Mutter, die in zweiter Ehe miteinem v. Minckwitz vermählt war. — Zu Zeitz starb am 7. Novbr.1833 der königl. sächsische Oberst a. D., Christian v. L. Das Wap-pen der v. L. zeigt im rothen Schilde ein rothes Kammrad, das achtZacken, und in der Mitte eine Oeffnung hat. Auf dem Helme stehtein eben solches Kammrad , oben mit einem Pfauenschweif, zu dreienund dreien besetzt. Die Ilelnulecken roth und silbern.
Liebe, die Herren von.
Die, ihrem Ursprünge nach sächsische, adelige Familie v. Liebekam unter dem Herzoge Karl II. zu Münsterberg und Oels nachSchlesien, wo sie die Güter Neuhof und Allerheiligen im FürstenthuineOels erwarb. Der Ahnherr des Geschlechtes in Schlesien war Hansv. Liebe, Herzogs Karl II. zu Münsterberg und Oels Rath, Herr aufNeuliof und Allerheiligen. Sein zweiter Sohn, Heinrich v. L., bliebals königl. schwedischer Oberstlieutenant in einem Treften am 26.