Lest.
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als Hauptlinie. Ein Zweig derselben war 1610 mit einer Grafin vonBucliUeiin und Heidenreichstein vermählt. —- Die jetzt gräll. schwei-nitzsche Herrschaft Diehau war in alten Zeiten ein Besitztlium der v.Hessel, namentlich kommt ein Ritter Nikolas Lassil (Lessei) und De-win Diebau vor. — In der neuesten Zeit waren die v. Lessei noch inSchlesien begütert. Zwei Brüder, der Oberst von Lessei, Comman-deur des 1. Kürassier-Regiments, früher Major im Regimente vonWagenfeld, geb. in Schlesien 175?, und der Major von Lessei im 11.Infanterie - Regimente, früher im Regimente von Sanitz, geboren inSchlesien 1757, fielen im Jahre 1815 auf dem Felde der Ehre. Ebenso starb den Tod für König und Vaterland in demselben Jahre eindritter Zweig dieses Hauses, der Major v. Lessei im 23. Infanterie-Regimente. Der genannte Oberst blieb in der Schlacht bei Grpss-Gör-schen. Noch gegenwärtig dienen die Söhne jener tapfern Staabsolli-ziere in der Armee. Dieses alte Geschlecht führt im goldenen Schildeeinen silbernen Rechen mit sieben Zanken, Grabie, unter demselbenkommt ein Pfeil zum Vorschein. Auf dem Helme stehen zwei seit-wärts gekehrte Pfeile, in deren Mitte ein Busch schwarzer Hahnenfe-dern steht. M. s. Sinapius, I. S. 583 und II. S. 775. v. Meding be-schreibt das Wappen, III. No. 480.
Lest, die Herren von.
Das ausgestorbene, altadelige, einst sehr reiche und in vielen Ae-sten blühende Geschlecht der von Lest, besass namentlich in den Für-stenthiimern Jauer und Glogau viele Schlösser und Dörfer, als Hol-stein bei Lüwenberg, Langenau zwischen Hirschberg und Löwenberg,Darchau bei Glogau u. s. w. Im Jahre 1460 stand Heins v. Lest ne-ben Abraham, Burggrafen zu Dohna, an der Spitze der 400 scliles.Edelleute, die im Heere des Königs Kasemir von Polen waren. —Atlant v. Lest führte das von den Ilussitten zerstörte Schloss Holsteinim Jahre 1513 wieder auf. — Heinrich v. Lest auf Parchau war 1559Landeshauptmann der freien Standesherrschaft Wartenberg.— Adam III.v. Lest auf Holstein stand im Rufe eines gelehrten Cavaliers, er warein Freund und Beförderer der Wissenschaften und ein Beschützer derSchulen. (Henel, Siles. C. VIII.) — Melchior v. Lest auf Röversdorfbei Schönau und Polkau bei Jauer war kais. Rath und Landeskanzlerder Fürstenthümer Schweidnitz und Jauer. Ausser den oben angeführ-ten Häusern blühte später noch die Kauil'unger Linie der v. Lest, undWolfram v. Lest vereinigte den Besitz mehrerer Antheile von Kauf-fungen, wo noch heute ein Rittersitz seinen Namen führt, mit demvon Langenau, Flachenseifen, Altenberg n. s. w. Als die Letzten desGeschlechtes erscheinen Melchior Wilhelm v. Lest, der am 20. Juni 1665in einem offenen Zweikampfe erschossen wurde. (M. s. Friedrich Gerst-mann's Klage- und Trostschrift in 4to. 1 Bog.), und Ahraham Lud-wig v. Lest auf Ober-Kaufi'ungen, der mit einer v. Nimpsch aus demHause Leipe vermählt war, aber schon im 2ten Jahre seiner Ehe am5. August 16S9 starb. Er hinterliess zwei Töchter, von denen Katha-rina Hedwig die Gemahlin des Johann v. Rosenpusch und Zauche aufOber - Leipe wurde. In Sachsen waren früher auch Zweige dieser Fa-milie ansässig.
Dieses Geschlecht führte ein getheiltes weiss und blaues Schild. Inder oberen weissen Feidung standen zwei Rosen neben einander inder blauen Feidung war eine weisse Rose angebracht. Auf dem Helmewehten drei Straussfedern, die ersten roth, mit einer weissen Rosedie zweite oder mittlere weiss, mit einer rothen Rose, die dritte blau,