Langenau.
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ren. — Fast ganz gleich ist das Wappen der Familie v. L. in West-phalen, nur führt dieselbe statt der Biitfelhörner einen weissen undrothen Adlerfliigel auf dem mit einer Wulst belegten Helme. — DieLangen in Mecklenburg, Pommern und Lieiland führen drei rotlie Ro-sen im weissen Schilde, und auf dem Helme zelmiLanzen, abwechselndmit weiss und rothen Fahnen. — ünter den Geadelten oder mit an-dern Worten, unter den Familien, denen er kein Vaterland anzuwei-sen vermag, giebt Siebmacher zwei andere Wappen der v. L. Einsderselben zeigt ein blau und goldenes Schild, in dem mit abwechseln-den Tincturen ein nach der rechten Seite aufspringender Löwe, dereinen Streitkolben in der rechten Pranke hält, dargestellt ist, undder gekrönte Helm ist mit fünf Straussfedern (rotli, weiss, blau, gol-den , schwarz) geschmückt. Das andere ist quadrirt. In den goldenenFeldern 1 und 4 ist eine silberne Muschel (auf einem vor uns liegen-den Abdrucke ist es ein Ei) vorgestellt; in jedem der schwarzen Fel-der 2 und 3 zeigt sich ein aufspringender goldener Greif. Derselbesteht verkürzt auf der Krone, in den Krallen das Ei oder die Muschelhaltend. Noch ein anderes v. L'sches Wappen zeigt neben dem Greifeeinen schwarzen Adler im Schilde und auf der Krone.
Langenau, die Freiherren und Herren von.
Zwei altadelige und vornehme Geschlechter dieses Namens, vondenen das eine Schlesien, das andere den Rheinlanden angehört, füh-ren, wenn auch nicht gleiche, doch ähnliche Wappen, und dürften al-ler Wahrscheinlichkeit nach von gleichem Ursprünge sein. Fast zugleicher Zeit kommt auf dem Turniere zu Ingelheim am Rhein einWerner v. Langenau, und in Schlesien ein Hanke v. L. auf Liebenau,nämlich jener um das Jahr 1337, dieser um das Jahr 1361 vor. — ImJahre 1389 war Nikolas v. L. Rath des Herzogs v. Oels, und Hansv. L. begleitete als Hofmarschall den Herzog Ludwig von Brieg aufdas Concilium zu Costnitz. — Eine lange Reihe von Edelleuten ausdiesem Hause kommen als Landeshauptleute, Burggrafen, Räthe, Hof-marschälle und Hofmeister in den Fürstenthümern und an den Höfender piastischen Herzöge vor, die zum Theil dem Hause L.-Wan-dritsch, theils dem Hause L. - Gross-Strenz angehörten. — Dem HauseWandritsch gehörte auch Krischitz, dem Hause Gr. Strenz aber Dobri-schau, Gr. Tworzumirka, Golgowa , Gellendorf u. s. w., auch besassMelchior Ahraham v. L. eine Zeitlang die Standesherrschaft Goschiitz.— Von dem Hause Wandritsch stammt auch die Linie der L. in derLausitz, und es gehörten zu ihr die Häuser Schirna, Tscheschwitzu. s. w. Uebrigens bleibt Liebenau im Liegnitzschen, welches, wiewir oben erwähnten, schon im Jahre 1361 Hanke v. L. erkaufte, dasälteste Stammhaus, während andere Quellen das Dorf Langenau, beiLöwenberg gelegen, welches gegenwärtig den v. Förster gehört, alsden ersten Stammsitz der Familie bezeichnen. — Das Haus L.-Streh-litz im Oelsischen erlosch mit Sigismund v. L. im Mannesstamme, dermit einer v. Rothkirch und Sebnitz vermählt, nur eine Tochter er-zeugte. Diese starb im Jahre 1622 als vermählte von Schindel aufBörnsdorf. — Im Jahre 1806 war ein v. L. erster Director der miin-sterberg - glazer Landschaft und Herr auf Tarchwitz, Antheil A, dasjetzt Augast v. L. besitzt. — Der Kreisdeputirte v. L. besitzt Korsch-witz und Mischkowitz im Kreise Münsterberg. — Der lausitzer Liniegehören an: Friedrich Karl Gustav, Freiherr V.L., kais. königl. österr.Kammerherr, Inhaber eines Infanterie-Regiments, zweiter commandi-render General in Galizien, Ritter verschiedener Orden, namentlich