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Köhler.
besitzt, namentlich ist der Landrath des Guhrauer Kreises und Johan-niterritter Ernst v. K. Besitzer von Mechan. — Tn dem brandenburg.und preuss. Heere haben seit langen Zeiten Söhne aus dieser Fami-lie gedient.
Hieronymus v. K. wurde am 10. Juni 1025 vom Kurfürsten GeorgWilhelm zum Rittmeister über die Lehnpferde des cottbussischen, cros-senseben und zullichauischen Kreises bestellt. 162t) kommt er alsOberstlieutenant vor, und 1627 ward er zum Obersten des neumärki-schen Landvolks ernannt.
Karl Leopold v. K., geb. am (6. Juni 1744 zu Zielenzig in derNeumark, wurde bis zum 17ten Jahre im Cadettenhause erzogen. Imletzten Jahre des siebenjährigen Krieges trat er in das Garde-Grena-dier-Bataillon und stieg nach und nach bis zum Capitain und 1793zum Major und Oberstlieutenant. Als solcher machte er die Rhein-campagne mit Auszeichnung mit, und erwarb sich den Militair-Ver-dienstorden. 1794 kam er in die Suite des jetzt regierenden Königs,damaligen Kronprinzen, und wurde bei seiner Thronbesteigung Gene-raladjutant, im Jahre 1808 Generalmajor und 1809 Generallieutenant.Seine unwandelbare Treue und seine hochherzige Denk- und Hand-lungsweise blieben in den Tagen des Unglücks um so eifriger demHerrscherhause gewidmet, und die Anerkennung derselben gewanndem Verewigten von seinem Monarchen den schönen Namen einesFreundes, eine die Herzen beider Theile ehrende Auszeichnung, dieder General bis zum letzten Hauche seines Lebens durch seine Tu-genden gerechtfertigt hat. Sein Dienstjubiläum wurde am 15. Decbr.1811 gefeiert. Aus Rücksicht für sein hohes Alter entband ihn Se.Majestät 1814 von dem Dienste eines Generaladjutanten, doch blieber Chef des reitenden Jägercorps, bis ein Schlagliuss am 30. Septbr.1821 seinem Leben ein Ende machte. Der Verfasser des „Pantheon"schliesst die biographische Skizze dieses Generals mit folgenden Wor-ten: „Ohne alle Liebe des äussern Prunks im Leben, wie im Tode,hatte sein letzter Wille eine Beerdigung so einfach als möglich ver-langt, der treu befolgt wurde. In einem schwarzen einfachen Sargewurde sein Leichnam ohne alles Gepränge dem Kirchhofe der Invali-den anvertraut. Während sein Verlust den Monarohen und die Kinderdes königl. Hauses mit aufrichtiger und inniger Theilnahme erfüllte,folgten ihm die Verehrung und Liebe seiner Untergebenen, und dieSegnungen der Arinuth und leidenden Menschheit, die zu allen Zei-ten einen Wohlthäter in Rath und Tliat an ihm gefunden hatten, insGrab. Auch haben ihm Se. Majestät auf dem erwähnten Gottesackerdes Berliner Invalidenhauses ein Denkmal von Gusseisen setzen lassen."
Ein Oberstlieutenant v. K. a. D., zuletzt aggregirt dem 6. Uhla-nenregiment, hat sich im Jahre 1807 den Militair-Verdienstorden, undim Jahre 1813 bei Jiiterbogk das eiserpe Kreuz erworben.
Die v. K. führen im gespaltenen Schilde, dessen Vordertheil blau,der andere aber weiss ist, drei gelbe Lilien, oben zwei und unteneine. Auf dem gekrönten Helme sind zwei Biiffelhörner, wovon dasvordere blau, das andere weiss ist, dargestellt. Die Heimdecken sindblau und weiss. Dieses Wappen giebt Siehmacher, I. S. 155. Mansehe auch Sinapius, I. S. 519—524. II. S. 735 u, s. f. Gauhe, I.S. 785 — 87,
Köhler, die Herren von.
1) Der königl. preuss. Ilofrath und frühere Schifl'fahrts - Director,auch Salzfactor zu Berlin, August Christian Köhler, wurde im Jahre