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3 (1842) I - O
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Knoblocli.

ren, der die Würde eines kaiserl. Mundschenken bekleidete, die dreiWeinimmpen ins Schild erhielt. Uebrigens ist der Helm ancli mit tür-kischen Fahnen geschmückt, welche Söhne aus diesem Hause im Dien-ste des Kaisers erobert hatten. Von Frankfurt aus haben sich mehrereZweige derselben in verschiedene deutsche Provinzen, namentlich auchnach Schlesien gewendet. Von hier aus kamen sie auch nach Preus-sen, wo sich Jacob v. Knobloch, vermählt mit einer v. Willemsdorf,zuerst niederliess. — Sein Sohn, Andreas v. K., erwarb das DorfLeischnen bei Bartenstein, und dessen Urenkel, Nildns v. K., der mitMargarethe v. Grubern vermählt war, kam neben dem Besitze des Fa-miliengutes Leischnen auch in den Besitz von Rothgerken und Glit-tehnen. Später kamen auch die Güter Sporwitten, Gründein, Bam-meln, Wipenieken, Schulkeim, Thiemsdorf, Bärwalde, Bansen, Wan-gutten, Spieglowken, Puschkeiten, Linkebnen, Neufrost u. s. w. in dieHände der Familie. Mehrere derselben, wie Bansen, Bärwalde, Pusch-keiten und Linkehnen sind noch beute ein Besitz derselben. Ban-sen besitzt gegenwärtig der königliche Landrath des Kreises Rössel,Karl Otto Benjamin v. K., vermählt mit einer v. Egloff. (M. s. diesenArtikel.) Dieser Rittersitz ist auch als ein wohleingerichteter und be-suchter Badeort bekannt. Puschkeiten und Linkehnen besitzt HeinrichChristoph Leopold Aui/nst v. K. Er ist mit Pauline, Gräfin v. Kalk-reuth , vermählt; Bärwalde besitzt Leopold v. K. — Im preussischenStaatsdienste sind zu hoben Würden gelangt:

Melchior Ernst v. K., der im Jahre 1754 Referendaritis bei demostpreuss. Hofgerichte zu Königsberg, 1764 Hofgerichtsrath, 1777 Tri-bunal- und Pupillenrath, den 4. Der.br. 1785 aber wirklicher Gehei-mer Staatsminister und viertes Mitglied bei dem ostpreuss. Staatsini-nisterium, auch Ober-Burggraf wurde, und am 22. Juni 1788 starb.

Erhard v. K. lebt als Präsident und Geheimer Ober-Finanzrathzu Berlin.

Dietrich Ehrhanl v. K., geboren 1693, trat im Jahre 1709 in dasInfanterie - Regiment Herzog von Holstein, wohnte den letzten Feld-ziigen des spanischen Erbfolgekrieges bei, ward hierauf im Jahre 1736Major, 1742 Oberstlieutenant, und in der Schlacht bei Czaslau am17. Mai des letztgenannten Jahres schwer verwundet. Im Jahre 1743führte er als Oberst und Commandeur des Regiments dasselbe am 4.Juni in das Treffen bei Hohenfriedeberg, und ward im Jahre 1750Generalmajor und Chef des Regiments Prinz Dietrich von Anhalt.Beim Ausbruche des siebenjährigen Krieges rückte er mit demselbenin Sachsen ein, befand sich in der Schlacht bei Lowositz und bei derEinschliessung der Sachsen bei Pirna, starb aber plötzlich zu Chem-nitz am 12. April 1757. Er war auch Ritter des Ordens pour le me-rite und Erbherr auf Glittehnen, Wangutten und Neufrost. Aus sei-ner ersten Ehe mit Henriette Luise v. Cupner war ihm ein Sohn,und aus seiner zweiten Ehe mit Luise v. Pape, zwei Söhne geborenworden.

Karl Gottfried v. K., ein jüngerer Bruder des Vorigen, geborenden 12. Octbr. 1697, war bei den Jesuiten in Rössel erzogen worden,und trat 1713 in das Regiment Anhalt - Zerbst. Im Jahre 1723 zumPrem.-Lieutenant avancirt, wurde er im Holsteinschen mit vielemNutzen zu Werbungen verwendet, im Jahre 1728 aber zu ähnlichenZwecken als Stabscapitain ins Reich gesendet. 1733 hatte er das Un-glück, ein Bein zu brechen, und da es schlecht geheilt, entschloss ersich, es noch einmal brechen zu lassen, worauf die Heilung besserglückte. Im Jahre 1735 wurde er wirklicher Capitain, 1742 Major,1750 Oberstlieutenant, 1754 Oberst, und führte als solcher im Jahre1757 eine Brigade in der Schlacht bei Gross-Jägerndorf an. 1758