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3 (1842) I - O
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Knobelsdorf.

Im Jaliro <653 war Balthasar v. K. auf Woinewitz Hofmarscliall amfiirstl. briegschen Hofe. — Als die eisten Freiherren v. K. KommenJohann Tobias, Freiherr v. K. auf Hertwigsdorf, Kalteniiriesnitz undKunzendorf, des Fiirstenthums Glogau königl. Manns- Rechts-Rei-sitzer und Landesältester vor. — Ein Solln von ihm war Hans To-bias v. K. II., Herr der Güter Hertwigsdorf, Konzendorf, Kalteniiries-nitz, Liesdorf, Nieder-Herzogswalde, Streitelsdorf, Firnich, Langen-Heinersdorf, Sprottischdorf, Eltersdorf, Liehen/ig, Kl. Lobisch undMalschwitz, geb. am 9. Juli 1648, erst einige Monate nach dem Todeseines Vaters; daher die schlesischen Curiositäten sagen, dass erseheneilf Wochen vor seiner Geburt im Mutterleibe eine vaterlose Waise ge-worden sei. (M. s. schlesische Curiositäten, II. S 353.) Dieser Frei-herr v. K. begleitete als Gouverneur drei Sohne des Herzogs Silvios znWiirtemberg und Oels zuerst auf die Hochschule nach Tübingen, undspäter auf weite Reisen durch fremde Länder. Sodann leistete er imVaterlande seinen Mitständen erspriessliche Dienste. Obgleich er mitseiner Gemahlin, Hedwig Elisabeth, Freiin v. Stosch, eine grosseNachkommenschaft von Sühnen und Töchtern zeugte, so ist doch diefreiherrliche Linie noch in der Mitte des 18. Jahrhunderts erloschen,und es liel Hertwigsdorf nach einem langen Prozesse, veranlasst durchden Umstand, dass König Friedrich II. diese Güter dem unten nähererwähnten General, später Fehlmarschall v. K., den er für den näch-sten Anwärter hielt, zugedacht hatte, erst an den Vater des heutigenBesitzers, Ernst v- K., als sich der grosse Monarch bei seiner Anwe-senheit persönlich von der wahren Lage der Sache und dem gutenRechte der näheren Anverwandten, deren Angelegenheiten ein Hechts-gelehrter, Namens Mündel, vortrefflich geführt hatte, überzeugte. DerKonig liess den gedachten Sachwalter persönlich vor sich fordern, undnachdem er sich von der Rechtlichkeit desselben und überhaupt vonder vortrefflichen Art und Weise, mit der dieser Prozess zum Tlieilgegen den König selbst und den von ihm in Schutz genommenen da-maligen Obersten v. K. geführt worden war, überzeugt hatte, klopfteer ihm auf die Schultern und sagte: „Ihr seid brave, ehrliche Leute,und Er iiiuss Vormund und nicht Mündel heissen." — In der Gegen-wart besitzt den schönen Rittersitz Hertwigsdorf und Zubehör derRittmeister a. D. und Ritter des Ordens pour le merite, v. K. — Sehrzahlreich sind die Güter in Schlesien, die ein Eigenthum der v. Kno-belsdorfschen Familie waren, von denen wir hier nur ausser den schongenannten Popschitz, Zeisdorf, Rückersdorf, Grossenbohra, Ilirsch-feld, Kunzendorf, Giirbichsdorf, die letzteren sümmtlich im Sagan-sclien, Leisersdorf, Schönfeldt u. s.w. im Liegnitzschen, Mose imCrossenschen, Woinewitz im Briegschen, Leipe und Kapatschitz imTrebnitzschen, Schloin, Krolkwitz, Hammer, so wie das schon er-wähnte Popschitz, sänimtlich im Glogauischen und Griinbergschen,nennen. In Beziehung auf die verschiedenen Linien bemerken wir,dass eine schlesische, eine märkische lind eine alte Linie in der Graf-schaft Glaz bestand, die Siegfried v. Knoblauchsdorf (so finden wir ihnin alten Briefen geschrieben) schon um das Jahr 1348 gründete. EinNelfe von ihm, Hanlat , wird in derselben öfters nur Ritter v. Ullers-dorf oder Ulrichsdorf genannt. Ein Ast der glazer Linie kommt auchin alten uns vorliegenden Urkunden unter dem Namen die Schädel v.Knoblachsdorf vor. Die schlesische Linie zerliel wieder in die HäuserHerwig- oder Hertwigsdorf, Mose und Leisersdorf. — Von den mär-kischen nennt v. Gundling die v. K. auf Topper, Deutsch Lager undCunersdorf im Crossenschen. Uebrigens besitzen die v. K. noch ge-genwältig sowohl in Schlesien, als in den Marken und in Pommern an-sehnliche Güter, namentlich in Schlesien, wo der Landschafts -Direc-