Druckschrift 
3 (1842) I - O
Entstehung
Seite
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Kuiestcdt — Knobelsdorf.

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Im Wappen (1er v. «1. IC. ist von jelier eine Greifenklaue gewesen.An manchen Abdrücken findet man zu Schildhaltern zwei wilde Man-ner gewählt, und oben auf dem Helme fünf Hahnenfedern, abwech-selnd schwarz und silbern. Siebmacher giebt das Wappen der v. d. K.,I. S. 174. Nachrichten giebt Krone, 11. S. 187-—90. Gaulle, 1.S. 772 — 74. Pfellinger's braunschweig - lüneburgische Historie, 1.S. 786 — 830.

Knieste dt (tt), die Herren von.

Ein altadeliges vornehmes Geschlecht in Thüringen, Hannover undin der Kheinprovinz. Sein gleichnamiges Stammhaus liegt bei llildes-lieiin. Der gegenwärtige Besitzer dieses Familiengutes ist der konigl.preuss. Kammerherr v. Kniestedt. Siebmacher giebt das Wappen derv. Knies teilt unter den sächsischen, 1. Th. S. 170. Es ist eine aus-serhalb mit eilf grünen Kleeblättern besetzte rothe Schnalle, ohne Dorn,im goldenen Felde. Auf dem Helme liegt ein spitziger rotli und sil-berner Hut mit goldenem Aulschlag und einem Pfauenschweif. M. s.Seiferfs Kniesteltsche Ahnentafel, Hegensberg 1731. Neues genealog.Handbuch 1777, S. 117, und 1778 S. 125 u. 127. Humbracht, Tal. 218.Universal-Lexicon Lit. A. Allgemeines bist. Lexicon, 111. Bd. S. 4.Gauhe, 1. S. 775.

Knobelsdorf, die Freiherren und Herren von.

Die jetzt in verschiedenen Provinzen der preuss. Monarchie ver-breiteten Edelleute dieses Namens gehören ursprünglich zu der vor-nehmsten schlesischen Ritterschaft. Nach dem in einer Handschriftvorhandenen Adelsspiegel des Sigismund Seiden erschienen schon imJahre 1255 auf dem Turniere zu Speier zwei Ritter v. Knobelsdorf, undim Jahre 1416 kommt Knrtze K. als Herzogs Heinrich des Aeltereu zuGlogau Hofmarschall vor. — Im Jahre 1453 wird Christoph v. IC. alsHerr von Heinzendorf genannt, und Schikfuss führt (III. Buch 443jim Jahre 1510 den Melchior v. K. auf Hirschfelde als einen sehr an-gesehenen Edelmann auf. — Balthasar und Bastinn v. K. halfen nachSpangenberg's Adelsspiegel Wien gegen die Türken vertheidigen. — ImJ. 1540 brachten die v. K. die Landeshauptmannschaft über Schwiebusan sich, und 1558 war Maximilian v. K. auf Rückersdorf, Koppenund Arnsdorf, Kammerherr des Königs Ferdinand I., des Schwiebus-sehen Weichbildes Landeshauptmann und zuletzt Kammerrath in Schle-sien. Nach Conradi, Sil. tog., starb er im Jahre 1569, nach Lucäpag. 1601 , erst im Jahre 1609. — Um das Jahr 1571 starb Eustachiusv. K., ein sehr gelehrter Mann , der um das Jahr 1519 zu Heilsher"geboren war, auf mehreren Universitäten studirt hatte und zu seinerZeit für einen glücklichen Dichter galt. Nach seiner Zurückkunft nachPreussen war er erstlich Warmiensis Ecclesiae Custos; später Stell-vertreter des Bischofs und Kardinals, und 1563 Domdechant und zu-letzt Ollicialis zu Breslau. Sein Epitaphium ist noch in der Domkir-che zu St. Johann in Breslau anzutreiben. (M. s. Henel., Siles. renov.686.) — Marlin K. war des Herzogs Heinrich Wenzel zu Mün-sterberg, Oels und Bernstadt Oberamtsrath, später Oberamtskanzlerim Herzogthume Ober- und Niederschlesien. Er starb auf seinem GuteKaminendorf bei Canth im Jahre 1659; obgleich Conradi in seinerSiles. tog. anführt, er sei zu Frankstein im Jahre 1596 geboren, sosagt doch Lucä p. 1093, er sei zu Keiclienbach in Schlesien geboren. —