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3 (1842) I - O
Entstehung
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Knesebeck.

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im Ilegimente y. Möllendorf und Commandern eines Grenadierbatail-lons, Lehrecht v. Knebel, der im Jahre 1823 im Pensionsstande ge-storben ist. Kr war auch aus Franken gebürtig, und ein jüngerer Prü-der Karl Ludwigs.

Eine Linie der Freiherren von Knebel führt den Beinamen vonDöberitz. — Eine andere ist in der Mark und in dem zur ProvinzPommern geschlagenen Kreise Dramburg begütert, namentlich besitzthier der Land- und Ritterschaftsrath v. K. das Gut Sarranzig.

Siebmacher giebt das Wappen der v. Knebel unter den nürnber-ger Patriziern. Ks sind zwei ins Andreaskreuz gelegte silberne Pfeileim rothen Felde. Auf dem ungekrönten Helme steht ein rother Adler-flügel, der die Spitzen nach der rechten Seite kehrt und mit den Pfei-len belegt ist.

Dagegen zeigt ein vor uns liegendes Wappen der von uns erwähn-ten Familie v. K. im silbernen Felde eine rothe Mauer, und auf demHelme einen roth und silbernen Baum mit roth und silbernen Blättern.

Knesebeck, die Freiherren und Herren von dein.

Das gleichnamige Stammhaus dieser uralten adeligen Familie liegtbei dem Städtchen Wittingen, das dem Königreiche Hannover angehört,jedoch nicht weit von den Grenzen der Altmark liegt. Die v. d. Knese-beck sollen, wie viele Autoren behaupten, gleicher Abstammung mitden alten Grafen v. Wildberg in Franken haben. Reich begütert undmächtig sind die Vorfahren dieses vornehmen Geschlechtes vielfach ver-webt in die frühere Geschichte des Landes, theils verbunden mit denMarkgrafen von Brandenburg, theils in ihren eigenen Angelegenheiten.Im Jahre 1338 schlössen die vier Brüder Parida, Berthold, Ludwigund BoUlewin von dem K. mit dem Markgrafen Ludwig von Branden-burg einen Vergleich, sich gegenseitig im Falle der Noth mit Mann-schaft und Subsidien beizustehen. — Ludwig v. K. auf Brome und//«lipo v. K. waren berühmte Kriegshelden zur Zeit Kaiser Karl's IV.—■ Schon im 14. Jahrhunderte theilte sich das Haus der v. K. in zweiHauptlinien, in die märkische und in die lüneburgische. Die märki-sche, die vorzüglich hierher gehört, theilte sich wieder in die Häu-ser Tilsen und Colborn, während die lüneburgische in die v. AVittin-gen und in die v. Langenapel zerfiel. Die beiden Häuser Tilsen undColborn wurden von den Söhnen des oben erwähnten Parida gegrün-det. Sie hatten sicli im Jahre 1310 in die väterlichen Besitzungen ge-theilt, und //«lipo v. K., dessen Enkel Parida II. 1354 von den v.Alvensleben die Tilsenschen Güter kaufte, ist Ahnherr dieses älternoder Tilsenschen Hauses. Diesem Hause gehörte Hempo Thomas v.d. K. an, der am Anfange des tfi. Jahrhunderts kurbrandenburgischerGeheimer Rath und Landeshauptmann der Altmark war, und bei ge-wissen ausserordentlichen Fällen in den kurfürstl. Rath eintrat und anden Hof beschieden wurde. — Von seinen Söhnen war .Joachim Tho-mas, geb. am 27. März 1504, zuerst fiirstl. anhaltscher Geheimer Rathund Hofmarschall, später kurfürstl. brandenburgscher Kammergerichts-Rath, Geheimer Rath, Consistorial-Präsident und seitdem Jahre l(i40wirklicher Geheimer Rath und als solcher Mitglied des Staatsraths.Er war ein gelehrter Mann und gewandter Publicist, und starb imJahre 1658. — Ilempo Levin v. K., der jüngere Bruder des Vorigen,geb. am 14. April 1595, war Hauptmann der Altmark, Director dermärkischen Ritterschaft und Stände, erhielt 1620 Sitz und Stimme imGeheimen Rathe, und 1636 den Gesandtschaftsposten auf dem Kur-fürstentage in Regensburg bei der Wahl Ferdinand's III. zum rümi-