Kluge.
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von ihm, Wolf Heinrich v. K., Herr auf Frankenthal, war als einsehr gelehrter und durch Reisen in fremde Länder erfahrener Cayalierbekannt. Kr war zuerst mit einer v. Sanenna, und nach deren Todemit einer v. Niebelschiitz vermählt. — Ein Vetter der beiden gedach-ten, Wolf Bernhard, Freiherr v. IC., kam durch seine Gemahlin, eineFreiin v. Kittlitz, in den Besitz des Gutes Gimmel bei Winzig. —Aus der oberlausitzer Linie war der im Jahre 180t verstorbene Ge-nerallieutenant und Assessor im 3. Departement des Ober-Kriegscol-Iegium v. K. Er war der Vater des heutigen Generallieutenants, Com-mandeurs der 12. Division, 1. Commandanten von Neisse, Ritter desMilitair-Verdienstordens (erworben bei Neukirchen), des eisernen Kreu-zes I. Classe (erworben an der Katzbach) u. s.w. Der ältere Brudervon ihm ist Karl v. IC , der am 3. August 1774 geboren, 1788 seinemilitairische Laufbuhn in dem damaligen Regintente Herzog v. Braun-schweig zu Ualberstadt begann, von dort wurde er 1701 zum Regi-mente ICronpiinz versetzt; im Jahre 1709 ward er auf Werbung nachBraunsfeld geschickt, ein Jahr später dem Generallieutenant v. Grä-venitz in Glogau als lnspections-Adjutant beigegeben, l80. r ) aber zumFlügel-Adjutanten ernannt. Als solcher begleitete er den Monarchenin den Feldzug 1806. Im Jahre 1808 wurde er zum Commandant vonCosel ernannt, ein Jahr später aber in seine frühere Stellung zurück-berufen. Im Jahre 1810 erhob ihn Se. Majestät zum Brigade-Com-mandern', und beim Ausbruche des Krieges zum Brigadechef, und vonnun an gehört er zu den Helden des Befreiungskampfes. In der Schlachtbei Gr. Götschen, bei Bautzen, und namentlich bei Leipzig am 16.October, trat sein Muth und seine Tapferkeit glänzend hervor. In derletzlern Aliäire vertheidigte er mit Heldenmuth die Stellung bei Wa-chau und Gossa, und selbst das anhaltend mörderische Feuer des feind-lichen Geschützes vermochte seine Brigade nicht wankend zu machen.Bei allen spätem Ereignissen, welche die Abtheilung, zu der er gehörte,betrafen, wird sein Name in den Berichten mit der grössten Auszeich-nung genannt. Diese grossen Anstrengungen hatten aber seine Ge-sundheit untergraben, und auf den Rath der Aerzte besuchte er 1816die Bäder zu Teplitz, wo er aber am 11. Juli starb. Als ein spre-chender Zug seines Charakters erscheint uns der Umstand, den erkurz vor seinem Tode festsetzte, man solle der Anzeige seines Able-bens nichts als die Segenswünsche für seinen König und die ruhm-würdige Armee beifügen. Er hatte ihr ja Kraft und Leben gewidmet.Als einen schönen Nachruf fügen wir den Ausspruch eines ihm gleich-gesinnten, im Leben nahestehenden Zurückgelassenen bei, der vonihm sagt: er hatte nur eine einzige Leidenschaft, das Interessefür den König und für die Armee. (M. s. Pantheon des preuss.Heeres, I. S. 65 u. f.)
Die v. K. führen einen drei grüne Blätter treibenden Ast im ro-then Schilde und auf der Krone drei Stiaussfedern (silbern, golden,rotli).
Kluge, die Herren von.
Der Commercienrath Christian Kluge in Landshut in Schlesien istim Jahre 1726 in den böhmischen Ritterstand erhoben worden. Nochbis in die ersten Jahre dieses Jahrhunderts bestand ein angesehenesHandlungshaus in Landshut, das die Firma v. Kluge führte, sein letzterChef war Ernst Wilhelm v. Kluge. Mit ihm scheint die Familie er-loschen zu sein.