Klitzing*
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vierten silbernen Felde stellt ein aufspringender Löwe mit ausge-schlagener rotlier Zunge; im 2. und .1. blauen Felde ist ein mit derSpitze aufwärts gekehrter kurzer Degen mit goldenein Griffe. DasIlerzschild enthält die drei schwarzen Adlerköpfe und Hälse im rothenFelde. Das Hauptschild deckt eine neunpcrlige Krone, die drei ge-krönte Helme trägt. Auf dem mittlem steht ein schwarzer, unge-krönter Adler mit ausgebreiteten Flügeln; aus jedem der Seitenhelmewächst der Löwe. Zu Schildhaltern sind zwei wilde Männer, denKopf und die Hüften bekränzt, gewählt. Die Decken und das Laub-werk sind rechts silbern und roth, links blau und golden.
M. s. Gauhe I. S. 769. u. f. Almanach der gräil. Häuser auf dasJahr 1837.
Klitzing, die Herren von.
Eine ursprünglich Brandenburg angehörige altadelige Familie, diesich auch nach Bommern, der Niederlausitz und l'reussen gewendeti.nd daselbst ansässig gemacht hat. In Bommern gehörte derselben Zizenauim Kreise Belgardt, in 'der Briegnitz Drosten, Hehfeld, Kramzow,Grabow, im Cottbuser Kreise Glinicke, im Havellande Derpt undPinnau, in der Niederlausitz Schorbus, Bliesen, llrehmen, Kanjo,Rheinbusch, Putzkau, u. s. w. — Albert v. Klitzing starb als Dom-propst zu Hamburg und Chrislian's 1.. Königs von Dänemark, Rathund Abgesandter an des Kurfürsten Ernst zu Sachsen Hofe, umdaselbst für den Erbprinzen um eine Prinzessin zur Gemahlin anzu-halten; er starb im Jahre 1477. — Joachim v. K. war im Jahre 1631Senior des Stifts Magdeburg, und Lippohl v. K. um das Jahr 1547Amtshauptmann zu Jiiterbogk und Dahme, auch erzbischöflicher Rathzu Magdeburg. — Achilles und Andreas v. K. waren im Jahre 1563mit dem Kurfürsten von Brandenburg auf dem kaiserl. Wahltage zuFrankfurt a,'M. — Christoph und Christian v. K. auf Putzkau kom-men um das Jahr 15 ( J6 als Lehnsvasallen des Klosters und jetzigenAmtes Dobrilugk vor. In der Armee haben sich folgende Mitgliederbesonders ausgezeichnet:
(icnrtjc Ernst v. K., von der preuss. Linie, geboren 1698, kamals ältester Pr. Lieutenant im Jahre 1729 zu dem neuerrichteten Fii-silierregiinent v. Dossow, wurde 1743 Major, 1751 Oberstlieutenant,1754 Oberst und Commandeur des Regiments und 1758 Generalmajor.In der Schlacht von Cunnersdorf 1759 ward ihm der Arm durchschos-sen, er musste sich nach Stettin bringen lassen, wo er am 28. Octbr.desselben Jahres starb. Er war mit Einer v. Mörner, aus dem HauseKIössow, vermählt, aus welcher Ehe ihm ein Sohn und zwei Töchtergeboren wurden.
Hans Caspar v. K., ans der Kurmark Brandenburg stammend,ein Sohn des Hans v. K., Erbherrn auf Golnitz, und Margarethen v.Sparr, ans dem Hause Trampe, starb als kursächsisclier-, brandenbur-gischer- und fürstlich braunschweig-lüneburgischer Generallientenantund Erbherr auf Walsleben, Bliesen, Brahme und Glinicke im Cott-buss'schen. In sächsischen Diensten tliat er sich besonders im dreissig-jährigen Kriege hervor und wurde Generalmajor und Chef eines Be-giments zu Fuss. 1637 trat er in kurbrandenbnrgische Dienste alsGeneral mit dem Generalcommando über sämmtliche brandenbnrg'scheFestungen. Man kann ihn als den ersten General ansehen , den dasKurhaus Brandenburg in Diensten hatte. 1642 nahm er braunschweig-liineburgische Dienste, in denen er 1644 am 24. Juni als Generallieu-tenant starb. Er wurde mit einem feierlichen Leichenbegängniss am