Klinkowströin.
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Im Jahre 1655 am 18. Mai bestellte der Kurfürst Friedrich WillielmJuliann v. Klingsporn, auf Blankenstein Eibherr, zum Oberst vonder Infanterie, er wohnte der Schlacht von Warschau bei und starbmit Hinterlassung einer zahlreichen Familie im Jahre 1685. — EinEnkel desselben, Julius Rudolph v. Klingsporn, ward 1786 Oberst undCommandeur des Regiments v. Götzen in Glaz. Der König FriedrichWilhelm II. erhob am 23. März 1788 den Kammerherrn v. Klingsporn,und des jetzt regierenden Königs Majestät Friedrich v. Kling-sporn am 5 Juni 1798 in den Grafenstand. — v. Klingsporn aufBaumgarten in Ostpreussen wurde 1788 königl. Kamnierherr. ImJahre 1806 war ein Graf v. Klingsporn Kriegs- und Domainenrathbei der Kammer zu Marienwerder. — Gegenwärtig steht ein Grafv. Klingsporn als Rath bei der Regierung zu Danzig, er ist Ritterdes Johanniter-Ordens. Die Grafen v. Klingsporn führen ein Schild,welches ein schwarzer, von der obern rechten zur untern linken Eckegezogener Balken in zwei Hanpttheile scheidet. Im obern goldenenFelde ist ein nach der rechten Seite aufspringender Löwe vorgestellt;das Feld unter dem Haupt-Balken wird durch einen Seitenbalken inein blaues und in ein goldenes Dreieck getheilt, dort ist ein silbernerStern, hier ein Arm, der einen Ilamxner hält, abgebildet. Ein Herz-schildlein liegt auf dem Hauptschilde, das bis in die Mitte durch denSpitzenschnitt in drei Felder getheilt ist, im rechten goldenen Feldesteht ein entwurzelter grüner Baum, im linken silbernen ein nachder rechten Seite aufspringender Hirsch natürlicher Farbe, und imuntern rothen Theile ist ein silberner Sporn dargestellt. Drei ge-krönte Helme bedecken das Haupt-Schild. Der mittlere trägt zweischwarze Sensenklingen, zwischen denen der Sporn, und über den-selben der Stern angebracht ist. Die Seitenhelme tragen den preuss.schwarzen Adler. Das Laubwerk und die Decken sind roth undschwarz.
Klinkowström, die Grafen und Herren von.
Ursprünglich ist die Uckermark das Vaterland der Familie v.Klinkowströin, sie hat sich aber nach Schweden gewendet, und wirtinden sie unter den verschiedenen Benennungen: Klinkestrom, Klin-keströin und Klinkoström, bald unter dem schwedischen, bald unterdein pominerschen Adel aufgeführt. In neuerer Zeit aber hat sie sichin Preussen verbreitet und ansehnliche Güter daselbst erworben. InSchweden blüht die freiherrliche Familie v. K. noch fort und hatdaselbst das Indigenat erworben. — Johann v. K. ist im Jahre 1678auf dem_Ritterhause zu Stockholm eingeführt worden, und Martin v.K. erhielt am 30. Septbr. 1684 die Ritterwürde in Schweden. — SeinSohn wurde im Anfange des vorigen Jahrhunderts in den Freiherrn-stand, und Karl Friedrich v. K., königl. preuss. Generallieutenant,am 6. Juli 1798, mit seinen Nachkommen in den Grafenstand erho-ben. — Mehrere Zweige der Familie haben im schwedischen, hanno-verschen und preussischen Kriegsdienste gestanden. — Ein Sohn deshannüverschen Obersten v. IC. war:
Karl Friedrich , Graf v. K., der am 25. März 1738 zu Greiffen-hagen in Vorpommern geboren war. Er trat, 14 Jahre alt, in schwe-dische Dienste, welche er aber im Jahre 1753 mit dem preussischenvertauschte. In den Schlachten bei Prag und Zorndorf erhielt er eh-renvolle Wunden, und in denen bei Breslau, Leuthen, Liegnitz undFreiberg hatte er tapfer gefochten. Nach seiner Herstellung ward erAdjutant des Prinzen Heinrich, und nach dem Treffen bei Freiberg