Druckschrift 
3 (1842) I - O
Entstehung
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Juden Jnngingcn. 45

zwei Söhne in dem 6. Itiirassierregiinent, genannt Kaiser von Russland,garnisonirend zu Rathenow.

Das ursprüngliche Wappen Der v. Itzenplitz zeigt einen goldenenund drei schwarze Bärenköpfe mit silbernen Halsbändern auf einemschräg liegenden Balken im blauen Felde. Auf dem Helme stellt einhalber rechtssehender Bär, der eine Pfauenfeder in der rechtenTatze hält.

Das grälliche Wappen ist gespalten; in der rechten Hälfte sindauf einem quer gelegten Balken die drei v. l.schen Bärenköpfe ange-bracht, in der linken Hälfte steht ein silbernes Bischofs - oderPassionskreuz, welches jedoch unten verlängert ist und spitzig zugeht,zwischen zwei, ein Hufeisen bildenden, silbernen Hörnern. DiesesSchild ist mit einer neunperligen gräiiiehen Krone bedeckt; sie trägtzwei Helme; aus der Krone des ersten wächst der oben beschriebeneBär, auf der des linken Helms ruht ein gerüstetes, blutendes Bein.Die Helmdecken sind roth und silber.

Nachrichten über diese Familie lindet man in Gauhe, 1. S. 711.und Anhang S. 1598. Pauli, V. S. 217 222. Seiferts Genealogiehochadeliger Eltern und Kinder S. 287. Siebmacher giebt das WappenDer y. I. III. 8. 140, und v. Meding beschreibt es 111. No. 386.

Juden, die Herren von.

Die Familie von Juden gehört zu dem stiftsmässigen Adel inWestphalen. Sie stammt aus Cöln und hat sich schon vor langenZeiten im Stifte Paderborn ansässig gemacht. Im Jahre 1806 befandsicli ein Domherr von Juden im Capitel zu Minden. In Baiern isteine Familie von Juden mit dem Prädicat von Bruckberg ansässig.Sie führt im silbernen Schilde das Brustbild eines Juden mit rotheinLatze, einer spitzigen rotlien Mütze und langem Barte. Dieses Bildwiederholt sich auf dem Helme, hier hat die Mütze einen goldenenAufschlag, und der Jude trägt eine goldene Halsbinde. Siebmachergiebt dieses Wappen im I. Th. S. 84. Ueber die westph. Familiev. J. findet man nähere Auskunft im Neuen Genealog. Handbuch 1777,S. 261. und 1778 1. Th. S. 313.

Jungingen, die Herren von.

Ein vornehmes adeliges Geschlecht in Franken und Schwaben,das um das Jahr 1400 erloschen ist und nur durch Adoption eines vonMieringen, Gemahls der Tochter des letzten Ritters von Jungingen,fortbestand. Zwei Mitglieder dieser Familie, die beide Conradhiessen, waren Hofmeister des deutschen Ordens in Preussen. Siefolgten dem Ritter Conrad v. Wallenrod und gingen dem bekanntenHeinrich Reuss von Plauen voran. Conrad v. J. war der 23ste Hoch-meister des Ordens und der 12te, der seinen Wohnsitz in Preussenaufschlug. Das Familienwappen Der v. .1. bestand aus einem weissund blau quadrirten Schilde ohne alle Bilder, daher das, welches die bei-den Grossmeister führten, und das in der Kirche zu Marienburg zusehen ist, bloss aus dem Ordenskreuze in den Feldern 1 und 4, undaus zwei leeren Quadraten in den Feldern 2 und 3 besteht. So giebt esauch Siebmacher, II. Th. 91 und V. Th. 27. M. s. auch GauheII. Th. S. 499.