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Forcade.
in den prenss. und in den Österreich. Staaten an, letztere ist im Kö-nigreiche Baiern ansässig, und besitzt daselbst auch ein Fideicom-rniss, auf welches auch die diesseitige Linie die Iland hat. Von derälteren oder Trautskirchner Linie, die, wie wir oben erwähnten, nachPreussen gekommen ist, war das Iiaupt der königl. wirkliche GeheimeRath und Oberlandesgerichts-Chefpräsident, Ritter des rothen Adler-ordens 2ter Classe mit Eichenlaub, Karl Christian Friedrich Wilhelm,Reichsfreiherr v. F., geb. am lt. August 17(30 zu Anspach, gestorbenden 6. Octbr. 1815 zu Breslau, nach einer 57jährigen sehr ehrenvol-len Dienstzeit. Er war der Sohn des im Jahre 1796 zu Anspach ver-storbenen markgräflich anspach-bayreuthschen wirklichen GeheimenRaths und Oberamtmanns, Ritters des grossen rothen Adlerordens,und einer Freiin v. Beust. Der Präsident hinterliess aus der Ehe mitseiner noch lebenden Wittwe, einer gebornen v. Carlowitz, drei Söhneund vier Töchter. Von den Söhnen ist der älteste, Friedrich Wil-helm, Major und Adjutant Sr. königl. Hoheit des Prinzen Wilhelm vonPreussen (Sohn Sr. Majestät des Königs). — Der zweite Sohn, Frie-drich Ludwin, Gutsbesitzer in Schlesien, und der jüngste, Frie-drich Julius, ist Inquisitoriats-Assessor zu Breslau. Von den Brüderndes Präsidenten ist Karl Ferdinand, Freiherr v. F., kaiserl. österrei-chischer Oberst von der Cavallerie, und lebt zu Wien vermählt, aberohne Kinder. — Friedrich, Freiherr v. Falkenhausen, königl. preuss.Oberstlieutenant a. D., Ritter des eisernen Kreuzes 1. Classe (erwor-ben bei Belle AUiance), besitzt die Pischkowitzer, Wallesfurter undmehrere andere Güter in der Grafschaft Glaz, ist mit einer GräfinMagnis vermählt und hat drei Töchter, von denen eine mit dem Frei-lierrn Wilhelm v. Zedlitz-Neukirch auf Neukirch vermählt ist. — KarlWilhelm, Freiherr v. F., starb als königl. baierscher Major und Herrauf Trautskirchen im Jahre 1825 zu Karlsbad. Er hinterliess dreiSöhne: Egmont, Franz und Ludwig, Freiherren v. F., die sämmtlicliin kaiserlich österreichischen Diensten stehen, und vier Töchter. —Karl Ernst, Freiherr v. F., der als königl. preuss. Rittmeister undChef der Garde-Normal-Husaren-Escadron am 26. Mai 1813 in demsiegreichen Reitergefechte bei Uaynau den Tod auf dem Felde derEhre fand.
Von der Walder Linie in Baiern lebt gegenwärtig Friedrich KarlJulius, Freiherr v. F., Erb- und Gerichtsherr auf Wald- und Lauten-berg in Franken. Er stand bis zum Jahre 1806 im preuss. Militair—dienste. Sein Vater, Karl Friedrich Julius, Freiherr v. F., war mark-gräfl. anspach-bayreuthscher Kammerherr, und vier Brüder von ihmstanden in kaiserl. österreichischen und königl. baierschen Militairdien-sten, sind aber bereits gestorben. Er hat zwei Söhne, die in königl.baierschen Militairdiensten stehen, und drei Töchter.
Die Freiherren v. F. führen im blauen Schilde auf einem silber-nen Querbalken und auf dem mit goldenem Visire und Kleinod ge-schmückten Helme einen silbernen Falken. Decken und Laubwerk sindblau und silbern.
de Forcade, Marquis de Biaix, Bd. II. 179.
Diese alte Familie stammt ursprünglich aus Spanien, siedelte sichaber späterhin in der ehemaligen Landschaft Bearne, jetzt zum De-partement der niedern Pyrenäen gehörend, an. Ein Glied dieser Fa-milie kam, nach der Aufhebung des Edicts von Nantes, ins l'reussi-sche, trat in Militärdienste, erhielt im Jahre 1716 das damals in Ber-lin garnisonirende Infanterie-Regiment No. 23., und starb 1720 als