Gaffron.
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Generallientenant und Commandant von Berlin. Dessen einziger Solin,ans der Ehe mit Julie, Freiin von Hohnstedt, ans dem Hanse Erde-born , erzengt, erhielt 1748 dasselbe Regiment nnd starb 1705 auchals Generallieutenant, nachdem er in der Ehe mit Marie, Baronne deMontolieu St. Hippolyte, drei und zwanzig Kinder erzeugt hatte. DieFamilie existirt noch. Das Wappen derselben besteht in einem ova-len, ungleich qnadrirten Schilde. Das kleinere Fehl oben rechts ent-hält drei fünfeckige, in gleicher Linie stehende silberne Sterne imblauen Felde, das grössere unten rechts, einen rothen an einen Baumaufspringenden Löwen, das grössere Fehl oben links einen Thurmmit Mauern und Mauerzinnen, das kleinere Feld unten links drei insDreieck gestellte, von oben anzusehende französische silberne Lilien.Das Schild ist mit der gräflichen Krone gekrönt, auf deren Mitte sichdie französische Lilie in Gold befindet. Die Schildhalter sind zweiaufrechtstehende Löwen mit aufgesperrten Rachen, herausgestreckterZunge und aufwärts gehobenem Schweife.
Gaffron, die Herren von, Band II. S. 209.
Die unter die ältesten adeligen Geschlechter Schlesiens gehörendeFamilie von GaüVon, früher von Gawron, Gaveron geschrieben, istnach Sinapius und mehrern Andern gleichen Ursprungs mit der Fami-lie Gawronsky in Polen, deren Stammhaus Gawrony in der GrafschaftSendomir ist, und welche um Gnesen und in Sieradien reich begütertwaren. Diese polnische Abstammung ist jedoch unwahrscheinlich,
1) da es in Schlesien drei Dörfer des Namens Gafl'ron bei GIo-gau, Steinau und Medzibor giebt, die ganz so wie der deutsche Nameder Familie geschrieben werden, und
2) in der ölsischen Chronik die Familie von Gaffron unter dendeutschen, nicht unter den polnischen Adel gezählt wird; end-lich bezeichnet auch
3) die ganz deutsche Endung on, die in Schwaben und Siid-deutschland öfter bei Orts- und Familien-Namen vorkommt, dendeutschen Ursprung.
Im Jahre 1358 war Przepko von Gaveron Herr auf Buschka beiWarteuberg angesehen bei Herzog Conrad von Oels. Das Gut Buschkahat er an Heinrich Thainme von Hayn und seine Nachkommen zuLehn gegeben. Actum Oels: in die Cinerum A. D. 1358.
Die Familie von Gaveron breitete sich später in den Fiirstenthü-mern Glogau, Oels und Schweidnitz aus, und theilte sich in dreiLinien:
von Gaffron - Oberstradam,von Gaffron-Trembatschau,von Gaffron-Zobel,wovon die beiden letztern ausgestorben sind, die erstere aber noch imMünsterberger und Strehler Kreise angesessen ist.
Im Jahre 1615 heirathete Cordula von Prittwitz, die Lieblings-dame und Freundin der Herzogin Dorothee Sibylle von Brieg, einenvon Gafiron aus dem Fiirstenthume Schweidnitz.
Im Jahre 1628 überkam Sigismund von Gaffron und Oberstradamder jüngere, durch seine Gemahlin Anna v. Saurma das Gut llaltaufbei Münsterberg, nachdem ihm während des 30jährigen Krieges seinGut Schollendorf im Wartenbergschen mit Gewalt genommen wordenwar, und seit jener Zeit ist die Familie im Münsterbergschen ansäs-sig geblieben. Sein Sohn Maximilian verlebte seine Jugend in Schwe-den, ging dann in kaiserliche Dienste, führte im Jahr 1676 ein Regi-