Hund.
5) □. 6) N. Vogt, Rheinische Sagen. III. S. 85. Leisner, Chronik vonFrankfurt a. M., II. 179.
7) Dass ilas Geschäft der MSnzer, Wechsler, Goldschmiede und des
Handels von den ältesten freien Geschlechtern betrieben ward,darüber ist nachzusehen Joh. Karl von Fichard, genannt llaurvon Eyseneck. Die Entstehung der Reichsstadt Frankfurt a. M.,S. 167 u. 168, besonders Anm. 65 u. 66.
8) Ueber die noch bestehende adelige Gauerbschaft oder Gesellschaft
zu Alt-Limpurg vergl. Leisner Chronik von Frankfurt a. M., I.S. 294. II. S. 165. v. Fichard, Entstehung von Frankfurt a. M.,S. 199 n. folg.
9) Siebniacher, V. S. 351.
10) Ritter, evangelisches Denkmal, S. 431. Kirchner, Geschichte von
Frankfurt a. M., II. S. 365. Aegidius Pereander, Germania, S. 68.
11) Die andere Hälfte kam an die Freiherrn von Ilolzhausen.1?) Geschichte der k. k. eisten'. Regimenter, I. S. 117.
13) Lebensbeschreibung des Feldmarschalls von Seckendorf, 11. S.159.Memoires du Cointe de Schmettau, S. 101.
Hund (dt), die Freiherren und Herren von.
Nach Carpzow's Behauptung in seinem neueröffneten Ehrentempelder Oberlausitz, II. S. 185 u. s. f., sollen die Herren von Hund vonden Weifen oder Guelphen, welches in altdeutscher Sprache ein Hundheisst, abstammen. Wunderliche alte Sagen von der Stamminutter desHauses, die zwölf Söhne auf einmal geboren, und eilt' davon unterdem Vorgeben, dass es junge Hunde seien, ins Wasser werfen lassenwollte, dass sie aber der hinzugekommene Vater gerettet habe, sindmit jener Angabe verbunden. Wir wollen uns nicht auf die Untersu-chung dieser fabulösen Erzählungen einlassen, sondern bemerken hiernur, dass sich die v. Ilund schon im 12. Jahrb. auf den Turnierenzu Ingolstadt, Zürich und Würzburg befanden, und dass sie schon da-mals zu dem angesehenen schlesischen, baierschen und fränkischenAdel gehörten. In Schlesien besassen die v. II. Jahrhunderte hindurchdas Scldoss Alt-Grottkau, ganz in der Nähe der heutigen Stadt Grott-kau gelegen. In der neueren Zeit ist es an die Freiherren v. Henne-berg gelangt. Während sich die ganze Familie in Schlesien von Hundund Alt-Grottkau schrieb, zerfiel sie doch sowohl in Schlesien alsin der Lausitz in mehrere Linien und Häuser, namentlich in Schle-sien in die Linie zu Beuthmannsdorf im Neisseschen, in die Linie zuRausse im Liegnitzschen und in die Linie zu Unwiirde in der Lau-sitz. Beuthmannsdorf ist noch gegenwärtig ein Besitz der Familie, na-mentlich ist Siei/fried , Baron v. Hund, Besitzer dieses Gutes. DenFreiherrnstand brachte Rudolph Ilildebrand v. Hund und Alt-Grott-kau am 10. Mai 1720 an sein Haus, wenigstens wurde an diesem Tagedie Erhebung auf dem kaiserl. Oberamte zu Breslau publicirt. Im Jahre1726 erlangte eine Linie den böhmischen alten Herrenstand. Aus derBeuthmannsdorfer Linie war Franz Siyismimd v. IL und Alt - Grott-kau, Herr auf Beuthmannsdorf, Cosel, Bruckstein und Rathmannsdorf,bischöflicher Rath zu Breslau und Hauptmann zu Ottmachau. — FranzFriedrich v. IL, der jüngere Sohn des Vorigen, folgte seinem Vaterim Besitze der Güter und der Ilauptmannswiirde in Ottmachau undJohannisberg. — Aus der Rausser Linie war Ilildebrand v. H. undAlt-Grottkau im Jahre 1591 fiirstl. liegnitzscher Rath. Dieselbe Würde,wie die eines Landesältesten im Fiirstenthume Liegnitz bekleidete, seinSohn Wenzel v. H. auf Rause. — Nicht zu entscheiden vermögen wir,