Humbraclit.
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mit Elisabeth Wiedersberger von Wiedersberg, Wittwe des Freiherrnvon Ehrenburg. Sein einziger Sohn Franz, so wie seine beiden Toch-ter Johanna und Joscpha starben im jugendlichen Alter.
7) Karl Wilhelm Christian Friedrich, geb. 1729, ward 1750 Haupt-mann im waldeckschen Regiment in Diensten der Republik Holland,nahm 17S4 den Abschied und lebte in Emdhofen in Holland, wo er180- starb.
8) Gottfried Eitel Ludwig, geb. 1730. Er wurde, da er früh seineEltern verlor, von der fürstlich waldeckschen Familie erzogen, undnachdem er die lateinische Schule in Wildungen besucht hatte, nahmihn der Fürst von Waldeck als Fähndrich in sein Regiment (in k. k.österr. Diensten), bei welchem er den ganzen siebenjährigen Kriegmitmachte (ward 1757 bei Leuthen als Hauptmann gefangen). Ebenso machte er 1791 als Generalmajor den Feldzug in den Niederlan-den mit, wurde 1803 als Feldmarschall-Lieutenant pensionirt, undlebte seitdem in Wien, wo er 1822 in dem hohen Alter von 92 Jah-ren starb.
Er war mit einer Freiin von Drechsel, Tochter des Feldmarschall-Lieutenant v. Drechsel, vermählt gewesen. Von seinen Töchtern lebenErnestine Friederike und Maria Johanna noch in Wien, Josephine Ma-ria vermählte sich mit Karl Philipp Franz, Graf von Zedtwitz, k. k.Kämmerer und Platzhauptmann, Lehnsvasal der Herrschaft Asch (undist seit 1828 Wittwe). Sein Sohn, Damian Ludwig, geb. 1787, istk. k. österr. Kreis - Commissair in Znaim, und mit Apollonia Klobus-ser vermählt. Seine Kinder sind: Maria, Ernestine und Friederike(geb. 1823); die erstem beiden starben in Brünn.
Ein vor uns liegender Abdruck des Wappens der Freiherren undHerren v. II. zeigt im rothen Schilde einen mit dem Bart nach obengekehrten, von der Pranke eines Löwen gehaltenen goldenen Schlüs-sel. Aus dein offnen Turnierhelme wächst ein weisser Löwe, dereinen weissen Schlüssel in den Pranken hält. Die Decken und dasLaubwerk sind rotli und silbern.
Das Wappen der Familie Humbraclit bei Siebmacher, I. 210. Nr. 7.Lersner Chronik, von Frankfurt a. M., I. 312. Nr. 46. Spener, Op.Herald. I. Sect. III. §. XXIII. und auf der 12ten Tafel. Nachrichtenüber dieselbe geben: Hellbach, I. S. 598. Neues geneal. Handbuch von1777, S. 256 —58, und 1778 S. 309. Nachtr., S. 68 —70. J. G. Me-gerle von Mühlfeld , österr. Adels - Lexicon , S. 60. Lersner, Chronikvon Frankfurt a. M., II. 190. Besonders aber in Karl Job. v. Fichard,genannt Baur v. Eyseneck, Geschlechtergeschichte; Manuscr. auf derFrankfurter Stadtbibliothek.
Anmerkungen.
1) Joannis Trithemii Opera historica omnia. Francofurti An. MD. C. I.
Cronicon Trithemii Sponheimense p. 363.
2) Widder, Beschreibung u. s. w. III. p. 25.
3) N. Vogt, Rheinische Sagen 11. S. 186 u. folg.
4) Es ist eine viel zu wenig beachtete Erfahrung des verdienten Ge-
schichtsforschers Johann Karl von Fichard, genannt Baur vonEyseneck, dass sehr viele Eigennamen als erbliche Familienna-men in Deutschland gebräuchlich, und theils von Besitzungen,theils von Aeintern (Marschall, Schenk, Truchsess u. s. w.), Ge-werben (Müller, Bäcker u.s.w.), theils von persönlichen Ei-genschaften (lang, stark, gross u.s.w.) angenommen, ebenfallserbliche Familiennamen der ältesten Geschlechter wurden.
V. Zedlitz Adels-Lex. II. 30