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2 (1842) E - H
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Humbraclit.

den 8. Mai 1809. Seine Tochter, Elisabeth Charlotte, geh. den 26.März 1780, verehelichte sich 1798 mit dem schwarzburg-rudolstädt-schen Land-Jägermeister, Herrn Karl Ulrich von Keltelhodt.

Aus zweiter Ehe mit Natalie Friederike Karoline Magdalene vonKyckpusch hatte er keine Kinder.

Ein Halbbruder dieses Adolf Karl, Anton Heinrich v. H., geb.1757, trat 1773 beim Regiment Pelegrini in österr. Militärdienste,und 1784 als Hauptmann zum Steinschen Freicorps. Mit diesem mar-schirte er nach Naniur, wo er im Duell 1785 von einem Baron deVaux getödtet wurde. Seine Schwester, Kuroline Wilhelmine Henriette,geb. 1762, gest. 183.., war Canonissin des v. Cronstädtschen Stiftes,und vermählte sich 1792 mit dem schwarzburg-rudolstädtschen Ilof-marschall und Ober-Stallmeister Johann Friedrich von Kettelhodt. Sieward 1809 Wittwe.

B. Friedrich Maximilian, Freiherr von Ilumbracht, geb. 1689, wardFähndrich bei dem österr. Infanterie-Regiment zum Jungen, das da-mals in Mailand in Garnison stand, 1716 Lieutenant, 1718 Hauptmann,1727 Major, 1734 Oberstlieutenant, 1737 Oberst und Commandeurdes Regiments zum Jungen, damals Hessen-Kassel (12), und nahm anallen Feldzügen dieses Regimentes rühmlichen Antheil. 1737 ging dieFestung Nissa ohne Schwertstreich an die Türken über, und obgleichsie nicht mit allen Bedürfnissen versehen gewesen sein soll, so wurdedoch, laut Urtheil des Hofkriegsrathes, der Gouverneur derselben, Feld-marschall - Lieutenant v. Morez 1738 enthauptet, und Oberst v. II. als Mit-beisitzer des in Nissa gehaltenen Kriegsrathes, obschon er nicht fürdie Uebergabe gestimmt hatte, zur Cassation verurtheilt. Da seineUnschuld erwiesen wurde, erfolgte nach dem Regierungsantritte derKaiserin Maria Theresia die Wiedereinsetzung des Obersten in seineWürden, worauf er sich an der Thiire der Stephanskirche, zu welcherdie Kaiserin nach geendetem Gottesdienste herauskam, einfinden undsie an den Wagen führen musste. (13) Da er die Anciennetät überalle seitdem zu Obersten Beförderte verlangte, was man ihm aber nichtzugestehen wollte, und er nicht nachgab, so verliess er den Dienst,und trat als Brigadier in Dienste der Republik Genua, wo er nochmehrere Jahre mit Auszeichnung diente. Den Rest seines Lebensbrachte er privatisirend in Frankfurt zu, wo er 1764 starb.

Mit drei Frauen, 1725 hatte er sich mit Elisabeth , Freiin vonund zum Jungen (sie starb 1732 in Mailand), 1737 mit Francisca Jo-sepha Antonia von König aus dem Hause Meinertshausen (gest. 1746in Genua), und 1748 mit Klara Elisabeth, der Vorigen Schwester(gest. 1801 in Frankfurt a. M.) vermählt, hatte er neunzehn Kinder.Von diesen waren aus erster Ehe:

1) Ludwig Hieronymus, geb. zu Como 1729, im königl. preuss. Mi-litärdienste. Unerachtet seines jugendlichen Alters hatte er sechsSchlachten beigewohnt, und war zum Adjutanten Königs Friedrich II.befördert worden, als er, kurz nach der Schlacht bei Breslau, beieiner Hospital-Besichtigung angesteckt, am 11. Januar 1758 in Breslauam Flecklieber starb.

2) Maria Elconora, zu Tortona 1730 geboren, vermählte sich 1752mit Peter Anton, Grafen von Grotenegg, k. k. Kämmerer, und Gross-Kreuz-Commandeur des St. Michaelsordens, Land- und Stadtoberstenzu Klagenfurt. Sie starb daselbst 1775.

Aus zweiter Ehe:

1) Friedrieh Frans Siegbert, geb. 1739 in Wien, trat schon 1757in königl. preuss. Militairdienste, machte den ganzen siebenjährigenKrieg, in dem er sich mehrfach auszeichnete, mit, und war zuletztMajor im Kürassier-Regiment v. Biinting. Nachdem er pensionirt wor-