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Humboldt.
Verweilen in der Havanna setzten sie ihre Heise fort, nin durch Mexico und Acapulco nach den Philippinischen Inseln zu gehen, sich vonda nach Bombay zu hegeben und über Ilassora und Aleppo nach Con-stantinopel zu reisen. Von dieser Reise sandte Herr v. Ii. seine Samm-lungen und Handschriften nach Kuropa; ein Theil ging durch Schiff-bruch verloren, ein anderer kam glücklich an. Seine Rückreise selbstwurde durch den Plan, sich an die Expedition des französischen Schills—capitains, nachmaligen Admirals Bodin, anzuschliessen, verhindert.Der berühmte Heisende begab sicli von Neuem auf den Weg nach demSüdmeere, und neue Erfahrungen bereicherten die Kenntnisse des aus-gezeichneten Mannes, der den berühmten Mutis in der Nähe sah, län-gere Zeit in den blumenreichen Wäldern von Turbaco verweilte, denMagdalenenlluss beschilfte und zu St. Fe von Bogota sich eines an-haltenden Frühlings erfreute. Eine lange Reihe von Merkwürdig-keiten, Katarakten, Bergwerken u. s. w., beschäftigten seinen Forscher-geist bis in den Herbst des Jahres 1801. Quito, die Anden von Quin-tiii, Carthago und Bugo, die an Piatina so reiche Provinz Choco, dieGoldwäschen von Quilichao, der Vulkan von Purace und der von So-tara, das giftschwangere Thal von Patia, die Cordilleren und die ho-hen Gebirgsebenen de los Pastos waren die vielfachen merkwürdi-gen Gegenstände, die der Reisende auf einer monatlangen, mühseli-gen Reise kennen zu lernen Gelegenheit hatte. In Quito verweiltev. II. dreiviertel Jahr, um den Aufenthalt zu verschiedenen Ausflügen nachden merkwürdigen Schneegebirgen, und namentlich nach dem Chim-borasso, zu benutzen. Der Aufenthalt in jenen Gegenden und die da-selbst gemachten Forschungen haben die Naturgeschichte um ein Be-deutendes mit der Beschaffenheit der Cordilleren der Anden berei-chert, der Zweck, sich mit dem Capitain Bodin zu vereinigen, konnteaber nicht erreicht werden. Die Reisenden setzten daher ihren Wegund ihre wissenschaftlichen Forschungen nach eignem Plane fort, über-stiegen noch einmal die hohen Anden, um an den Amazonenlluss zugelangen, drangen auf demselben bis an die Katarakten von Rentewavor, sodann überstiegen sie noch einmal die Cordilleren der Anden,um nach Peru zurückzukehren. In der Hauptstadt Mexico's verweil-ten sie mehrere Monate, und von Neuem wurden wieder alte Erschei-nungen in diesem merkwürdigen Lande der Gegenstand ihrer wissen-schaftlichen eifrigen Forschungen. Glücklich entronnen den vielen Ge-fahren, denen sie ausgesetzt waren, schifften sie sich im Jahre 1804in dem Hafen von Veracruz nach der Havanna ein, von da reistensie nach Philadelphia, endlich kamen sie im August 1804 nach Kuropazurück. Die Beschreibung dieser Reise enthält das im Jahre 1810 zuParis erschienene Prachtwerk: Voyages de Humboldt et de Bonpland.Seit jener Reise in die fremden Welttheile hat Herr v. Ii. noch vieleanderweitige wissenschaftliche Reisen unternommen, namentlich auchdurch die südlichen Provinzen des russischen Reiches und ausserdemununterbrochen für die Wissenschaften gewirkt, die er auf so vielfacheAVeise bereichert hat. Der berühmte Gelehrte lebt gegenwärtig in Ber-lin, fast ununterbrochen im Kreise der königl. Familie, in welchemoft seine Vorträge ein Gegenstand der Erholung und der lebhafte-sten Theilnahme sind. Alexander v. II. ist seit dem Jahre 180f> kö-nigi. Kaminerherr, und schon seit einigen Jahren ist ihm die Würdeeines wirklichen Geheimen Käthes mit der Excellenz von Sr. Maje-stät beigelegt.
Das v. Humboldtsche Wappen zeigt im goldenen Schilde einen grü-nen, zwischen drei Sternen stehenden Baum und auf dem Helme zwi-schen zwei Adlerflügeln einen wachsenden, geharnischten, ein Schweltin der lland haltenden Ritter.