Hiinerkopf — Hünickc.
455
des eisernen Kreuzes 1. Classe n. s. w., Georg Heinrich, Freiherrv. H. Kr wurde am 23. August 1762 in der Grafschaft Mansfeld ge-boren, und trat im Jahre 1778 als Junker in das Husarenregiment, daszuletzt den Namen v. Gettkant führte. 1794 wurde er Adjutant desPrinzen Friedrich Ludwig, machte als solcher die Cam[>agne in Polenmit, und erhielt für das Gefecht bei Raffka den Orden pour le me-lite. Im Jahre 1798 zum Brigademajor befördert, kam er in den Ge-neral-Quartiermeisterstab und gehörte zur Suite des Königs. 1812 be-fehligte er als Oberst eine Brigade im Grawertschen, später York-schen Corps; IS 13 zum Generalmajor befördert, commandirte er die1. Brigade des Yorkschen Corps, und wurde bei Gr. Görschen schwerverwundet. In der Schlacht bei Möckern griff er mit seiner Brigadeden feindlichen rechten Fliigel mit dem Bajonett an, erstürmte dieBatterien und schlug die feindliche Infanterie in die Flucht. SeineWunde hinderte ihn hierbei, zu Pferde zu sitzen, daher führte er seineTruppen an diesem Tage zu Fuss an. Zum Generallieutenant avan-cirt, erhielt er den Befehl über die Truppen des GrossiierzogthumsBerg, und commandirte später die Blokade von Cassel. Im Jahre 1815ward er commandirender General in Schlesien, wo er am 4. Februar1818 starb. Der Verewigte liess eine Wittwe, einen Sohn und zweiTöchter zurück; von den letzteren ist Bertha, Freiin v. Hiinerbein,die Gemahlin des Grafen Franz v. Waldersee, königl. preuss. Ober-sten und Cominandeur der Garde du Corps.
Die Familie v. Hiinerbein führt im silbernen Schilde das Beineines Huhnes; dasselbe Bild ist gestürzt zwischen zwei AdlerHiigelnauf dem Helme angebracht. M. s. auch v. üechtritz, Geschlechts-Erzählung. I.
Hiinerkopf, die Herren von.
Ein erloschenes sächsisches und namentlich der gegenwärtig preus-sischen Niederlausitz angehöriges, adeliges Geschlecht, das am 20.August 1785 mit Wulf Uictricli v. Hiinerkopf, kursächsischem Rittmei-ster, erloschen ist.
Hünickc (Hunicke), die Freiherren und Herren von.
v. Gundling nennt dieses Geschlecht v. Hunicke und führt einenFreiherrn v. Hunicke als Besitzer von Wuchow und Carpzow auf;ferner nennt er Pahretz an der Wahlitz, Sotzker u. s. w. als Güterdieser Familie. Sie gehört zu den ältesten und angesehensten adeli-gen Häusern in Brandenburg und Niedersachsen. Nach Angeli p. 39war sie schon im Jahre 629 nach der Vertreibung der Wenden in Bran-denburg ansässig. Die ordentliche Stammreihe beginnt aber erst mitAll/recht v. Hunicke, der um das Jahr 1500 französischer Rittmeisterwar. — Melchior v. II., ein Sohn des Vorigen, war Director des ha-velländischen Kreises, und dieser war der Vater des Albrccht Friedrichv. H., der als kursächsischer wirkl. Geheimer Rath und Oberhofrich-ter zu Leipzig im Jahre 1704 verstorben ist. — Im Jahre 1806 standein Rittmeister, Freiherr v. II. auf Dedeleben, im Leib - Kürassierre-giment , der längere Zeit Landrath des Kreises Oscherslebcn war. —Siebmacher giebt das Wappen derer v. II. unter den märkischen , I.S. 117. Es ist ein gespaltenes blaues Schild, in dessen rechter Hälfte