Holy — Holzscliulier.
lind auf dem Helme einen Pfauenschweif zwisclien zwei Biilfelhörnernvon welchen das zur Hechten oben weiss, unten schwarz, das zur Lin-ken aber oben schwarz und unten weiss ist, zeigend.
Iloly, die Herren von.
Die adelige Familie von Holy, auch Holly, und in den ältestenZeiten Jan Holy genannt, ist aus Mähren und Böhmen nach Schlesiengekommen. In Olmiitz starb am 7. Oct. 1311 der Bischof Jan Holy;er führte jedoch ein anderes Wappen als die heutigen von Holy. —Im Jahre 1404 kommt in einer Urkunde Jan Holy von Penczicz oderPomenczicz als Zeuge vor (Paprocius in Catalogo Episcoporum etc.).— l'roco)) v. Holy machte sich als einer der Hauptleute der IJussit-ten bemerkbar. — Ein anderer war kaiserl. Oberst und Commandanteiner Festung in Croatien. — In Schlesien erwarben die von H. zu-erst Merzdorf bei Neisse und Lassowitz bei Hosenberg. Diese Ort-schaften wurden die Stammhäuser zweier Linien. Belle bei Iiybnick,Militsch bei Cosel und Zawistz bei Pless sind ebenfalls alte Besitzun-gen derer v. Holy. Noch in neuerer Zeit gehörte dieser Familie auchKomorno bei Cosel (jetzt Eigenthum eines Herrn Fest). — Unterverschiedenen Mitgliedern dieser Familie, die in der Armee dienten,bemerken wir den Lieutenant v. llolly im Hegiment v. Grawert, derin dem unglücklichen Feldzuge des Jahres 180Ö auf dem Felde derEhre liel. Der Major a. D. v. Holly , früher im 4. Husarenregiment,erwarb sich bei Gr. Görschen das eiserne Kreuz. — In der Gegen-wart steht in anhalt-cöthenschen Diensten ein Hauptmann v. Holy undPomenczicz; er ist mit einer v. Iiose vermählt. — Die v. H. führensowohl im Schilde, wie auf dem Helme, einen Schuppen oder Heu-scheuer. Dieses Wappen ist daher keinesweges dasjenige, welchesSiebniacker, IV. S. 03, unter dem Namen v. Holer giebt.
Holz mann, die Herren von.
Der König Friedrich II. erhob am II. April des Jahres 1741 denMajor bei der Artillerie, Ernst Friedrich Holzmann, den Premier-Lieu-tenant Johann Heinrich II., und den Secr. Georg Ludwig H., drei Brü-der, in den Adelstand. — Ein Sohn des Ersteren starb im Jahre l80fals Major und Flügeladjutant von der Infanterie. — In der Gegen-wart linden wir diesen Namen nicht mehr in den Listen der Armee.— Das Wappen dieser Familie besteht aus einem der Länge nach ge-spaltenen silbernen Schilde; in der rechten Hälfte steht ein schwar-zer, die Spitzen nach der linken Seite wendender Adlerlliigel; in derlinken Hälfte ist ein gerüsteter Arm, der eine Granate hält, darge-stellt. Auf dem Helme zeigt sich derselbe zwischen zwei schwarzenAdlerüiigeln.
Holzscliulier von Harlacli, die Herren.
Die Holzscliulier gehören zu den ältesten und angesehensten, schonseit dem 12. Jahrh. blühenden Patricier-Geschlechtern der einst reichs-freien Stadt Nürnberg, sie erwarben später bedeutende Güter im Stei-gerwalde und um Altmühl in Baiern. Mehrere Linien sind durch Be-sitzungen bezeichnet, wie die H. von Harlacli, die II. von Anspach,die II. von Neuenburg zu Schinihen und Sybilla, zu Vestenbergsreud