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und von Thalheim. Alle gehören zu einem Geschleclite. Von den IT.von Harlach wendete sich ein Zweig in die herzogl. sächsischen Lande.Demselben gehörte Ernst Sigismund Holzschuher v. Harlach an, derim Jahre 1793 als Major in das Regiment v. Briineck (später v. Rau-mer, zuletzt v. Puttkammer in Brandenburg) versetzt wurde, hier zumOberstlieutenant und Obersten avancirte, und in seinem 67sten Jahreals pensionirter Generalmajor am 23. Juni 1816 zu Potsdam starb. —Ein anderer, ebenfalls in Gotha geborner Stabsoffizier dieses Namenswar Oberst und Chef eines Bataillons in der magdeburgischen Füsi-lierbrigade, und starb um das Jahr 1800 zu Burg. — Der Lieutenanta. D. Baron v. Holzschuher erwarb sich das eiserne Kreuz 2. Classevor Leipzig. — Das Wappen der Holzschuher v. Harlach zeigt imquadrirten Schilde in dem tsten und 4ten goldenen Felde einen ITolz-schuh, im 2ten und 3ten blauen Felde den Kopf und Hals eines sil-bernen Mannes, der einen goldenen Bund mit eben solchem herabhän-genden Bande auf dem Haupte hat. Auf dem ungekrönten Helmesteht der Rumpf eines rothgekleideten Mannes mit spitziger rotherMütze mit silbernem Aufschlage. Die Helmdecken sind golden und roth.Dieses Wappen giebt Siebmacher, 1. S. 206. Nachrichten über dieseFamilie iindet man in Gattereri Historie genealog. Dominor. IIolz-schuherorum ab Aspach et Harlach etc. c. iigg. Norib. 1775.
Hompesch, die Grafen und Freiherren von.
Das uralte Geschlecht der Hompesche auch Ilondtzpusch, Hunds-busch und Hoenbusch geschrieben, gehört ursprünglich dem Nieder-rhein an, und ist echtdeutscher Abkunft. Das Wort „Pesch" bedeutetin batavischer Mundart ein Gehölz, kleinen Wald oder Busch, wäh-rend das Wörtclien „Horn" mit „Hoch" gleichbedeutend ist, und beideverbunden bedeuten so viel als Hochwald, Ilochbusch. Burgund undder Niederrhein ist das Vaterland dieser uralten berühmten Familie,aus der eine lange Reihe berühmter und zu hohen Ehren und Würdengelangter Männer hervorgegangen ist. Im Jahre 1119 kommt Wilhelmvon Hompesch als Turniervoigt auf dem Turniere zu Göttingen vor.Kr wird in dem Turnierbuche mit dem Namen Hundsbusch, aber mitdem angestammten Familienwappen bezeichnet. — Im Jahre 1444wurde Heinrich v. IL, fiirstl. jülichscher Hofmarschall, mit seinem Bru-der zum Ritter des eben gestifteten St. Hubertus Ordens ernannt. —Im Jahre 1498 erhielt Heinrich v. IT., mit dem schönen Zunamen: „derfeste und fromme Ritter" belegt, jülichscher Oberhofmeister, Herr derHerrlichkeit Wickrad, die eben genannte Herrschaft als ein unmittel-bares Reichslehn. Kr hatte im Jahre 1196 die jülich-clevische Unionmit unterschrieben, und 1499 den Frieden zwischen Jülich und Gel-dern geschlossen. Er war auch der Erbauer des Kreuzherrnklosterszu Wickrad. Weil er mit seinen Agnaten, denen v. Hompesch-Boll-heim und Rurich, nicht in gutem Vernehmen stand, so wendete er dieReichsherrschaft Wickradt seinem Stiefsohne, Adolph Quadt zu, wo-durch die Linie oder das Haus Quadt-Wickrad entstanden ist. — ImDienste der Walfen hat sich vorzüglich ausgezeichnet Heiner Vincent,Reichsgraf v. Hompesch, der als berühmter Feldherr iin spanischenErbfolgekriege glänzte, und zugleich auch zu den geschicktesten Di-plomaten seiner Zeit gehörte. Er war General der Cavallerie undChef sämmtlicher holländischer Hülfstruppen, ausserordentlicher Ge-sandter am Berliner Hofe, Ritter des schwarzen Adlerordens, Gouver-neur von Herzogenbusch und Douay, und starb 1733. Seine Gemah-lin war Charlotte v. Velken, Erbin der Herrschaften Hemmersbach undv. Zedlitz Adels-Lex. II. 28