Holsten — Iloltz. 427
Schriftsteller bekannt gemacht, und namentlich eine Geographie undStatistik von Westpreussen, Süd — und Neu-Ostpreussen, 3 Bände,Berlin 1800—1807, herausgegeben.
Holsten, die Herren von.
1) Diese uralte, schon im Jahre 1320 in Pommern blühende Fa-milie hat ihren Namen mit dem ihrer Besitzungen Stoikow und Pustarvertauscht, so dass eine Linie des Hauses Holsten sich Stoikow,die andere Pustar nannte. Aber auch diese beiden Familien sind aus-gegangen. Zuletzt, und zwar im Jahre 1705, kommt Heinrich Wil-helm v. Pustar vor, der sein gleichnamiges Gut, bei Colberg- gelegen,übernahm und im Jahre 1729 starb , worauf das Dorf Pustar von sei-ner Wittwe an den Consistorialrath Bogislav Liebeherr verkauft wurde.In der Priegnitz besass die Familie v. IL die Güter Gottschow undPonitz. Sie führten ein in zwei Hälften getheiltes Schild, in der obernHälfte waren im blauen Felde drei weisse französische Li ien, in deruntern Hälfte aber ein roth und weisses Schach angebracht. Den Helmschmückte eine rothe, eine blaue und eine goldene Straussfeder. M. s.Brüggemann, IX Hauptstück, und Siebmacher, V. Buch S. 163.
2) Eine gleichnamige Familie, die aus dem fränkischen HauseWernfels abstammte, wendete sich aus Franken nach Holstein undDänemark. Sie ist noch in der Gegenwart im Besitz ansehnlicher Gü-ter auf Fiihnen, wo auch das ihr durch königl, Urkunde dazu erklärteStamm- und Familienschloss Holstenhuus liegt. Ein Zweig dieser Hol-sten aus Franken hatte sich auch in den Marken niedergelassen.
Holtey, die Herren von.
Eine adelige Familie in Schlesien, aus der mehrere Mitglieder inder preuss. Reiterei gedient haben. Zu Mohrungen in Preussen lebte1806 der Kriegs- und Steuerrath v. Holtey. Im Regiinente v. BiintingKürassier stand ein Rittmeister v. H., der später zu Tryneck bei Glei-witz lebte. — Ein früher im Husarenregiment v. Pietz stehender Stabs-rittmeister v. II. ging 1809 in die Dienste des Herzogs von Braun-schweig-Oels, vertauschte dieselben aber bald mit einer Anstellungim österreichischen Uhlanenregiinent Graf v. Merveld, und lebte voreinigen Jahren als Major im Pensionsstande zu Saatz in Böhmen. SeinSohn ist der Liederdichter und Schauspieler Karl v. Iloltey.
Holtz, die Herren von.
Ein altes adeliges Geschlecht in Schwaben und in den Rheinlan-den, und namentlich in Cöln. Von hier aus haben sich Zweige nachSchlesien gewendet, besonders Johann v. Holtz, der als ein angesehe-ner und hochgeachteter Mann am 19. März 1558 zu Breslau starb, einVater von 29 Kindern war und in der Kirche zu Maria Magdalena be-graben liegt, wo sein Bildniss die Stelle bezeichnet, wo die irdischenUeberreste dieses Familienvaters ruhen. Wir fanden unter dem Bild-nisse zwei lateinische Distichen: Talis erat prisca celebris virtute lide-que Janus ab Iloltz, Patriae praeeipuumque Decus. Quem Patribusgratum, quem Civibus inelyta fovit Bresla, et suspicient Posteritatesati. — Sie führten im silbernen Schilde einen auf vier Füssen ste-henden schwarzen Holzkasten, und auf dem ungekrönten Ilelme den