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Holtzendorff.
Rumpf eines schwarz gekleideten, bärtigen Mannes, das llaar in einenlangen Zopf geflochten. Nachrichten über diese Familie findet man beiSinap., I. S. 47.J 11. It. 69.1. Bncelin, Stemmat. F. I. Haltstein, T. II.S. 148 — 151. Gauhe, I. S. 667 u. f.
Holtzendorff, die Grafen und Herren von.
1) Ras altritterliche Geschlecht der Holtzendorff, in früheren ZeitenHojtdorp genannt, gehört zu dem Adel, der nacli der Vertreibung derWenden mit dem Könige Heinrich dem Vogelfänger nacli Brandenburgkam. Von hier aus, wo das gegenwärtig dem Grafen v. Arnim-Boitzen-burg gehörige Stammhaus derselben Holtzendorff in der Uckermarkliegt, hat sich dieses Geschlecht in vielen Linien in den Marken, Pom-mern, Mecklenburg und Sachsen verbreitet. In den Marken, und na-mentlich in der Uckermark, sind die Güter Bandelow, Briickhagen,Carmpzow, Wollin, Jagow, Petersdorf, Schönerwerder, Stolzenhagen,Tornow, Vietmannsdorf, Falkenberg, Pretschen, Stolpehahn und We-sow alte Besitzungen derer v. H. In Pommern besassen sie die Gü-ter Pinnow und Frostenwalde im Kreise Randow. (M. s Gundling,Anhang S. 7), in Schlesien aber das ehemals königl. sächsische Leun'Reichenau bei Schweidnitz, das jetzt im Besitze einer Linie der Frei-herren v. Zedlitz ist. Noch in der Gegenwart gehören mehrere die-ser genannten Güter der Familie v. II., z. B. Vietmannsdorf bei Tem-plin, die auch Wilsikow, Neuhof, Sydow, Kotten u. s. w. in den Mar-ken besitzt. In der Geschichte des Landes kommt zuerst Achim v. ff.,der im Jahre 1740 Schlosshanptmann zu Stendal war, und tapfer beiMittclwalde für Otto, Markgrafen von Brandenburg, focht, vor. —Dietrich v. IL auf Sydow war kurbrandenburgischer Geheimer Rathlind Oberhauptmann der Altmark. — Mit seinem Vater, Bernhanlv. II. auf Stolzenhahn, beginnt Valentin König erst die ordentlicheStammtafel des alten Hauses der II. Aus dieser Familie war JacobFriedrich v. II., der als königl. preuss. Generallientenant und Ritterdes rothen Adlerordens und des Ordens pour le merite starb. Kr waram 7. April 1741 zu Tornow in der Uckermark geboren, und trat mit16 Jahren in das Regiment Gensd'annen. Kr machte in demselben dieFeldziige des siebenjährigen Krieges mit und war nach und nach indemselben Regimente bis zum Obersten und Commandern - desselbengestiegen, mit dieser Krnennung hatte ihm auch König FriedrichWilhelm II. im Jahre 1767 den Verdienstorden verliehen. Am 17% Jan.erfolgte seine Krnennung zum Generalmajor und Chef des damals inOppeln garnisonirenden vacant gewordenen Kiirassierregiments v. Mann-stein, 1807 aber ward er zum Generallieutenant befördert, und 1804mit dem rothen Adlerorden decorirt. Kr starb zu Oppeln am 8. Au-gust 1820 im 70sten Jahre seines Alters und nach einer Dienstzeit vonlast 50 Jahren. — Kin Enkel des gedachten Dietrich v. IL, An tonv. II., zeugte mit Ottilie von Wengstern den SlcHaims v. II. Diesermachte sich in Sachsen ansässig, wurde Kämmerer und Amtshaiipt-mann von Mühlhausen, Krb- und Lehnsherr auf Dröschkau bei Wür-zen, und Stifter der sächsischen, jetzt zum Theil grällichen Linie derv. II. Kr starb am 14. April 1605 und liegt in der Sophienkirche be-graben, wo ihm und seiner Gemahlin, Kupheinie v. Haugwitz, einschönes Grabmal aus rotliem Marmor errichtet worden ist. — Von sei-nen Nachkommen wurde Christian Göttlich v. IL, kurfürstl. sächsischerwirklicher Geheimer Rath und Ober-Consistorial-Präsident, Herr aufBärenstein und Ober-, Nieder - Lichtenau, unter dem kurfürstl. Reichs-vicariate im Jahre 1745 in den Reichsgrafenstand erhoben. Die Kin-