Druckschrift 
2 (1842) E - H
Entstehung
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Höllcuifcr — Ilolsclic.

Jahr 1690 nelien Wildenspring auch das Gut Kettischlehen. — ErnstJohann Ludwig v. 11. war markgriill. brandenburg. Oberst. — AntonAdam Ludwig v. II. auf Wildenspring, Köditz u. s. w., erhielt mit sei-ner Gemahlin, einer v. Normann, die Güter Buschmiihle, Leistenauund Gatschow im Kreise Demmin in schwedisch Bommern. Er warfiirstl. schwarzburgischer Oberjägermeister zu Paulinzell. Sein Sohn,Friedrich Hernhard Ludwig, war Oberforstmeister in Rudolstadt. —Johann 7l'ilhidm Ludwig v. II. war fiirstl. schwarzburg-rudolstädti-scher Minister, Kammer-Präsident und Steuer-Director. Er besassBurg Lemnitz, Klein - Liebringen und Geilsdorf, und war auch Kitterdes rothen Adlerordens. — In der preuss. Armee haben schon seitlangen Zeiten viele v. II. gestanden. Namentlich standen zwei Brüderv. 11. in dem Regimente Graf v. Tauentzien im Baireuthschen. Derältere ist im Jahre 1826 als Major aus dem 25. Infanterie - Ilegimenteausgeschieden, der Jüngere commandirte im Jahre 1828 als Oberstlieu-tenant die 3te und Ite Schützen-Abtheilung, wurde sodann Oberstund Commandern- des 17. Infanterie-Regiments, und gegenwärtig ister Commandern- der 14. Landwehr-Brigade zu Düsseldorf. Diesertapfere Stabsollizier erwarb sich im Jahre 1814 bei La Chaussee daseiserne Kreuz I. Classe, und im Jahre 1815 erhielt er für seine indem Gefechte bei Sombref bewiesene Tapferkeit den Militair-Ver-dienstorden mit Eichenlaub. — Im preuss. Civildienste steht ein Ju-stizrath v. H. zu Swinemiinde.

Die v. H. führen im blauen Schilde eine goldene Laute mit fünfKleeblättern, und auf dem Helme eine verschleierte Weibsperson. Soist dieses Wappen auf einer Tafel im alten Schlosse zu Stadt Ihneneingehauen. Hin und wieder kommt auch ein v. Ilollebensches Wap-pen vor, in dem man statt der Kleeblätter Rosen und Sterne ange-bracht findet. — M. s. auch Hörschelmann gen. Adelshist., S. 25 — 36,mit Wappen, Geschl. und Auszügen aus Lehnsbriefen. Seiferfs Genea-logie adeliger Eltern und Kinder, S. 217. Kroline, II. S. 139 —143.

Holleuffer, die Herren von.

Diese alte meissnische Familie wird auch zuweilen Holläufer ge-schrieben. Sie ist oder war im Saalkreise, im Mersebnrgschen undim Weissenfelsschen begütert. In der Gegenwart ist der Kammerherrv. Ilolleuffer Dompropst zu Merseburg, ein anderer v. H. ist Rittmei-ster von der Armee und Postmeister zu Eisleben, ein dritter Regie-rungs-Assessor zu Merseburg, und ein vierter Kreis-Secretair beidem Landrathsamte zu Delitzsch. — in der Armee dient der Pre-mier-Lieutenant v. Ilolleuffer im 23. Infanterie - Regiment, und ge-genwärtig commandirt zum 32. Landwehr-Regiment. — Die Herrenv. H. führen den Fuss eines Adlers oder Habichts im goldenen Fehle,und auf dem gekrönten Helme drei blühende Lilien. Dieses Wappengiebt Siebmacher, I. S. 157, und man findet Nachrichten von dieserFamilie bei Gauhe, 11. S. 4(j4. Knaut, Prodromus Misn., S.518. v.Uechtritz, diplomat Nachlichten aus verschiedenen Kirchenbüchern,V. S. 55 — 69.

Holsclie, Herr von.

Der Geh. Justizrath A. C, Holsche, später Director der neu-ost-preussischen Regierung zu Bialystock, wurde bei der Huldigung- am6. Juli 1798 in den Adelsland erhoben. Er hat sich als topograph.