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am Hoflager des Grossfiirsten Theodoro. Er starb kinderlos zu Tar-nowitz. — Hallhasar v. II. erwarb die Güter Schrickwitz und Sag-schütz im Neumürkschen, und starb 1002. — Andreas v. II. und Bol-logwitz, kaiserl. und herzogt, briegscher Rath und Kanzler, vereinigteeinen grossen Güterbesitz, indem er Herr von Dreske und Gutwohnoim Oelsischen, Benkwitz und Oldern im Breslauischen, und Pfandinha-ber des Haides Tscheschen im Bisthume Breslau war. Er starb am 12.April 1009, und nach seinem Tode iiel Dreske, das nachmalige Ju-liusburg, wo er sich ein bleibendes Andenken durch den Bau eines brei-ten und festen Dammes gestiftet hat, aus dem Besitze der Familiein den der Herzoge von Wiirtemberg-Oels; dagegen erwarb seinSohn llans Heinrich v. H. auf Gutwohno und Rotherine auch den HaidTscheschen, unter dem Titel eines Fideicommisses Plolie, Baum-garten und Geksau. — Der gedachte Haid aber wurde um das Jahr1090 vom Domkapitel zu Breslau wieder eingelöst, und das genannteFidei-Commiss mit Genehmigung siimmtlicher Familienglieder getheilt. —Ein Sohn des Genannten, Christoph Heinrich v. II., blieb als schwedi-scher Hauptmann am 27. August lö/ü im Treiben bei Halmstadt. — Einanderer Sohn, Hans Albrecht v. II., Herr auf Mankerwitz im Fiirsten-thnme Oels, war mit Elisabeth v. Falkenberg vermählt und pllanzte denStamm fort. — Eben so ein dritter Bruder, Gustav Adolph v. II., erwar vermählt mit Helena Constantia von Gfug. — Endlich war auchein vierter Bruder, Conrad Friedrich v. II., auf Gross-Deutschen beiOels und Nassadel bei Namslau, vermählt mit Anna Eva v. Dyhrn undUlbersdorf, Vater mehrerer Kinder. — Die Vettern dieser Brüderblühten in den verschiedenen Häusern zu Schrickwitz, Baumgarten,Geksau, Maschwitz und Plolie fort. — Von ihren Nachkommenhaben sich in preuss. Diensten ausgezeichnet: Johann Albrecht v. H.,der im Jahre 1704 künigl. preuss. Geheimer Hof- undKammergerichts-Rath zu Berlin war. — Ferner der Landrath Emst v. H., der nochim Jahre 1800 den Kreis Cosel verwaltete und zu Borislawitz wohnte.— In der Gegenwart ist Wilhelm Ludwig v. II., Major v. d. Armeeund Herr auf Wenig-Nossen bei Münsterberg, Landes-Aeltester beider Münsterberg-Glazischen Fiirstenthums-Landschaft. Er stand biszum Jahre 1800 in dem Regimente v. Pelcherzim, und in dem Fehl-zuge von 1813 erwarb er sich in der Schlacht bei Leipzig das eiserneKreuz. — In dem Regimente v. Gettkandt Husaren stand der Oberstund Commandeur v. 11., der im Jahre 1827 im Pensionsstande ver-storben ist. — Ein Sohn von demselben war im Jahre 1800 Cornetin dem genannten Husaren-Regimente. Er diente 1809 in dem .Corpsdes Herzogs von Braunschweig-Oels, machte in diesem den Feldzugin Spanien mit, verlor durch eine feindliche Kugel einen Arm, undlebt gegenwärtig als Major a. D. und Ritter des Guelphen-Ordens miteiner englischen Pension in Schlesien. Er ist mit einer v. Rothkirchaus dem Hause Cnnitz vermählt. — Friedrich v. II., Major a. D.,starb im Monat Juli des Jahres 1836 zu Breslau. — Das Wappen derHerren v. H. zeigt im schwarzen Schilde zwei kreuzweis übereinan-der gelegte eichenfarbige Weinliaken (Weinheppen) mit goldenen Stie-len. Auf dem gekrönten Helme ist ein spitziger, vorn weisser undhinten schwarzer, heidnischer Hut, mit einem goldenen Knöpflein undsechs schwarzen Federn geschmückt, angebracht. Dieses Wappen giebtSiebmacher I. S. 63., v. Meding beschreibt es III. No. 333. Nachrich-ten über diese Familie geben Gaulle, I. S. 637. Sinapius, I. S. 460—69.II. S. 686 — 88. Lucae, schlesische Chronik von 1806. S. 592.