Druckschrift 
2 (1842) E - H
Entstehung
Seite
383
Einzelbild herunterladen
 

Hcuking — Heyde.

883

Hcuking (Heyking), die Herren von.

Eine alte, vornehme kinländische lind preussisclie, und hier na-mentlich im Regierungsbezirke Königsberg ansässige Familie, v. Heu-king auf Abellinen ist gegenwärtig Landrath des Kreises Gerdauen. —Der Major a. D. und Landschaftsrath v. II. besitzt das Gut Lonsch-ken im Kreise Gerdauen; er erwarb sich schon im Jahre 1807 in demTreffen bei Heilsberg den Militair-Verdienstorden, und im Jahre 1814das eiserne Kreuz vor Danzig. — Den letztem Orden haben sich auchmehrere andere Mitglieder dieser Familie, in der zu allen Zeiten dieTapferkeit und der Riedersinn ein Erbtheil der Väter geblieben ist,erworben. — Noch erwähnen wir des Ulrich v. H., der in der Staro-stei Pilten in Kurland geboren war, in den ersten Regierungsjahrendes König Friedrichs II. in preuss. Dienste trat, bis zur Würde einesGeneralmajors und Chefs eines Garnisonregiments gelangte, und aus-ser seinen im siebenjährigen Kriege treu geleisteten Diensten durchdie Untersuchung bekannt geworden ist, die ihm König Friedrich IL,der ihn als einen aufrichtigen und gewissenhaften Mann kannte, in dernur zu bekannt gewordenen Angelegenheit des Müllers Arnold aufge-tragen hatte. Seine dem Monarchen darüber gemachten Berichte sol-len sehr viel zu der bald darauf erfolgten Justizreform beigetragen ha-ben, — Ein anderer Generalmajor v. H. stand bis zum Jahre 1806 indem Dragonerregiment Königin als Coinmandeur. Er wurde noch imLaufe desselben Jahres Chef des vacant gewordenen Dragonerregi-ments v. Manstein, und ist im Jahre 1809 gestorben. Er gehörte eben-falls der kurländischen Linie an. — Sie führen im blauen Schilde einweisses Mauerwerk, auf dessen Zacken ein goldener Löwe nach derrechten Seite geht. Derselbe wiederholt sich in aufspringender Stel-lung zwischen zwei Biiftelhörnern, von denen das rechte blau und daslinke roth ist, auf der Krone des Helmes.

Heut Lausen, die Herren von.

Auch Ileithausen und Ileydhansen öfters geschrieben, ist derName eines vornehmen, aus den Niederlanden stammenden und iinJahre 1666 nach Schlesien gekommenen adeligen Geschlechts. Sie wa-ren zuerst im Oldauschen und im Briegschen, wo ihnen Grüningenund Taschenberg gehörte, begütert. Grüningen liegt auf dem be-rühmten Schlachtfelde von Molhvitz, J Meile von Brieg. (M. s. Sina-pius, II. S. 677.) Georg Wilhelm v. II., Herr auf Taschenberg, warLand-Coinmissarius und früher Hauptmann in kaiserl. österreichischenDiensten. Später erwarben Die v. II. auch Güter im Freystädtschen,Bunzlauschen u. s. w., namentlich besass noch in neuester Zeit ErnstLudwig v. IL, Landesältester, die Güter Kaltenbriesnitz und Antheilevon Beiseritz, Metschlau und Georgendorf im Freystädtschen. Nochvor wenigen Jahren gehörte dieser Familie auch das Dorf Gross-Krau-sclie bei Bunzlau, auf dessen Grund und Boden im Jalne 1743 diellerrnhuter-Colonie Gnadenberg erbaut wurde. Dieser Ort gehört ge-genwärtig dem Regierungspräsidenten Grafen v. Stolberg- Wernigerode,eben so wie das dazu gehörige, früher v. Ileuthausensche Gut Looswitz.

Heyde, die Herren von der.

Altadelige Geschlechter dieses Namens gehören ihrem Ursprüngenach Sachsen, und namentlich der Lausitz, Schlesien und Weslphalen