Herzberg.
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seinerZnrückkunft verfasste er mehrere staatswirthschaftliche und staats-rechtliche Arbeiten, die den vollkommenen Beifall König Friedrich IT.erhielten. Seine im Jahre 1750 zum wirkl. Geheimen Archivar beidem Kabinets-Archiv erfolgte Ernennung gab ihm eine vortrefflicheGelegenheit, sich die gründlichsten Kenntnisse auf seiner nachmals mitso grosser Auszeichnung durchlaufenen Bahn zu verschaffen, Kr brachtenicht allein längst vergessene geschichtliche Urkunden lind Handschrif-ten wieder zum Besten der vaterländischen Geschichte an das Tages-licht, sondern er lieferte auch selbst vortreffliche Abhandlungen. Nachund nach zum Geheimen Legationsrathe und Geheimen Rathe und Staats-secretair ernannt, redigirte er fast alle Staatsschriften, die im sieben-jährigen Kriege gewechselt wurden, er entwarf die Friedenstractatenzwischen Russland und Schweden im Jahre 1762 und schloss am 15.Febr. des Jahres 1763 den Frieden auf dem Schlosse Hubertsbnrg,welcher den langen und blutigen siebenjährigen Kampf beendigte. Sehrbekannt sind die Worte, mit denen König Friedrich II. ihn bei derRückkehr nach Berlin begriisste: „Vous nves fait In paix, comme fnifait In gucrre, un conlrc plusieurs." Schon am 5. April desselben Jah-res belohnte Friedrich II. diese Dienstleistungen des v. II. mit derErnennung zum wirkl. Geheimen Staats-, Kriegs- und Kabinets-Mi-nister. Bei der ersten Theilung von Polen, in den Angelegenheitenmit dem österreichischen Hause über Baiern, und in vielen andernwichtigen Staatsat fairen, arbeitete v. II. mit der gewohnten Thätigkeitund Einsicht. Er setzte eigenhändig das Instrument zum TeschnerFrieden nieder und blieb geschätzt und geehrt bei seinem Monarchenbis zu dessen Tode. König Friedrich Wilhelm II. hing ihm am Tageseiner Thronbesteigung mit eigenen Händen und mit den Worten denschwarzen Adlerorden um: „Nehmen Sie dieses Zeichen meiner Werth-schätzung, das Sie schon längst verdient haben, gern und freundlichentgegen. " Kr nahm darauf die Huldigung in Pommern und in derNeumark im Namen seines Monarchen an, der ihn am 18. Novbr.1786 in den Grafenstand erhob und zum Curator der Akademie derAVissenschaften ernannte. Der Abschluss der wichtigen Conventionvon Reichenbach war gewisserinassen der Schlusspunkt seiner diploma-tischen Thätigkeit. Diese wurde endlich durch eine zerrüttete Gesund-heit, welche der unermiidete Fleiss und die grenzenlose Anstrengunguntergraben hatten, gelähmt. Er erhielt am 6. Juli 1791 die Enthe-bung der weitern Besorgung der auswärtigen Geschäfte, und am 27.Mai 1795 starb dieser hochberühmte Staatsmann. Die Sammlung sei-ner Staatsschriften in 3 Bänden unter dem Titel: Recueil des deduc-tions, manifestes etc. enthält das Mehrere seiner politischen Arbeitenund Werke, und beurkundet seine Verdienste, so wie seine vielumfas-senden staatsrechtlichen Kenntnisse.
Zugleich mit dem Geheimen Staatsminister Ewald Friedrich v. II.wurde sein Bruder, der Rittmeister Frans Rudolph, und seine Vettern,der Oberst Johann Karl, und der Major Friedrich Wilhelm v. II., inden Grafenstand erhoben.
Der gedachte Friedrich Wilhelm, Graf v. IL, starb nach 53jähr.Dienstzeit und im 75sten Jahre seines Alters am 2. Novbr. 1815 aufseinem Gute Selchow in der Neumark als künigl. preuss. Generallieu-tenant und Ritter des Ordens pour le merite.
Noch in der Gegenwart dienen mehrere Mitglieder des grätlichenHauses im preuss. Heere, namentlich der Major Graf v. II. im IltenInfanterie-Regiment zu Stargard, Ritter des eisernen Kreuzes 2terKl. (erworben bei Bautzen). — Der Major a. D., Graf v. II , isteiner der ältesten Ritter des Militair-Verdienstordens (erworben imJahre 1793 bei Frankenthal). — Ein dritter Major, Graf v. II., aus-
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