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Herzberg.
besonders Iii Beziehung auf sein Besitztlimn der Provinz Pommern an,während es auch in Franken, Sachsen und Braunschweig ansehnlicheGüter und Lehne hesass. In die diesseitigen Lande, namentlich nachPommern und Preussen, kamen mehrere Zweige dieser alten Familie,als Gerhard v. IL das Oberhaupt des Ordens in Preussen war. SieHessen sich am Kiiddowlluss nieder und zwar bei Neustettin, wo seitvielen Jahrhunderten die Ortschaften Herzberg, Lottin, Badenbusch,Barkenbriigge und Brügge ihnen zu Lehn im Jahre I4y0 gegeben wa-ren. Der ursprüngliche Name dieser Familie ist Hirschberg, und hatsich erst nach und nach in Hirzberg und zuletzt in Herzberg verwan-delt. — Lcutpold, ein Lehnsmann Heinrichs des Löwen, sass auf demfesten Bergschlosse Ilerzberg, im Ilarz belegen. Kr öffnete dasselbedem Kaiser Friedrich I., als seinen Landesherrn Heinrich die Achtgetrolfen hatte. Dieses alte Stammschloss blieb bis zum Jahre 1318im Besitz der Familie, aber durch Friedrich Conrads v. II. Erbtochterkam es in dem genannten Jahre an Die von Lisperg. — Harlwich v.H. kommt schon in einer Urkunde des Jahres 1130 vor. — Gcdinusv. II. erweiterte auf Befehl des Markgrafen Johann im Jahre 1253 dieStadt Frankfurt an der Oder. (M. s. Beckmanns Beschreibung derStadt Frankfurt. S. 28.) — Matthäus v. II. kommt in dem Jahre 1200als Besitzer der heutigen preussischen Stadt Ilerzberg im Regierungs-bezirke Merseburg vor. — Hermann, Eberhard und Geonj v. II. wohn-ten 1413 dem Concilium zu Kostnitz bei. (M. s. Münsters Cosmo-graphie III. S. 700.) — Bruno v. II. war im Jahre 1440 Grosscom-thur des deutschen Ordens. •— Sigismund v. II. befand sich im Jahre152 ) in der Zahl der deutschen Ritter, die bei der Entsetzung derStadt Wien auf 'das thütigste mitwirkten (IIofFmann, nngedruckteNachrichten II. S. 053.) — Die Stammtafel der v. II. in Pommernbeginnt mit Joachim v. H., dem Grossvater des Jareslaw v. II., derdie oben erwähnten Güter im Jahre 1490 zu Lehn empfing. Er istalso als der Stammvater der pommerschen v. II. zu betrachten.Von seinen Nachkommen haben sich eine sehr grosse Anzahl in bran-denburgischen und preussischen Staats- und Kriegsdiensten hervorge-than. In den Feldziigen des Königs Friedrich II. blieben allein an 30v. II. auf den Schlachtfeldern, zwei von ihnen im höhern militairi-schen Range, namentlich
Hans Caspar v. IL, der am 25. Mai 1743 von Friedrich II. zumGeneralmajor ernannt worden war, sich bei mehreren Gelegenheitenrühmlichst ausgezeichnet hatte, und am 15. Decbr. 1745 in der Schlachtbei Kesselsdorf auf dem Felde der Ehre iiel; und
Joachim Wilhelm v. IL, Oberst und Commandant des FinkeschenInfanterie-Regiments, welcher in der Schlacht bei Kunersdorf dierussischen Batterien mit der grössten Tapferkeit angriff und dabei einetödtliche Wunde am Kopfe erhielt.
Wenn auf diese Weise für die Sache des grossen Friedrich vielev. II. stritten und starben, so wurde ihre Familie in diesem Zeiträu-me auch in hohen Glanz gebracht durch Ewald Friedrich v. IL, einenBruderssohn des oben erwähnten Joachim Wilhelm v. II., der unterden gelehrtesten und thätigsten Staatsministern des preussischen Hau-ses eine Stelle einnimmt. Er war zu Lottin in Pommern am 2. Sept.1725 geboren, hatte auf dem Gymnasium zu Alt-Stettin die erste wis-senschaftliche Bildung erhalten und auf der Universität zu Halle mitgrossem Fleisse seine Studien fortgesetzt. Hier machte er sich na-mentlich durch seine mit allgemeinem Beifall gehaltene Disputation überdie Geschichte der Kurvereine bekannt. Im Jahre 1745 ward er beidem Departement der auswärtigen Angelegenheiten angestellt und derkönigl. Wahlbotschaft zur Kaiserkrönung alsSecretair beigegeben. Nach