Hertel — Herzberg.
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aber durch die unter seiner Leitung zu Stande gebrachte Urbarma-chung des grossen Ilavelliindischen Luchs. — Sein Sohn FriedrichlFilliehn v. II. wurde im Jahre I TIS in den Johanniterorden zu Son-nenburg aufgenommen. — Hin Enkel von ihm, der Freiherr v. IL,besitzt nocli gegenwärtig die ansehnlichen Familiengiiter im Havellan-de, namentlich Liebenberg und Häsen, Besitzungen, die sich durchschöne Gebäude, vortreffliche landwirtschaftliche Einrichtungen undeinen hohen Zustand der Cultur besonders auszeichnen. Seine Schwe-ster, Alcxandrine Luise Charlotte, Freiin v. IL, geb. den 19. Febr.1772, lebt als Wittwe des am 29. Decbr. 18J0 verstorbenen königl.preuss. wirkl. Geheimen Staats- und Justiz - Ministers, Grafen Hein-rich Wilhelm August Alexander v. Danckelmann (geb. am 10. Mai1798) zu Berlin. — Die Freiherren v. II. fuhren im silbernen Schildeeinen rothen Hirsch. Dieses Wappenbild wiederholt sich auf dem miteinem Bunde bedeckten Helme.
Hertel, die Herren von.
1) Ein adeliges Geschlecht im Magdeburgischen, wo es das GutKlitsche oder Ivlitschke* besass. Es gehört zu dem ehemaligen KreiseZiesar (jetzt Kreis Jerichow II.).
2) Ein schlesisches altadeliges Geschlecht, das im Oelsischen ver-schiedene Güter besass, namentlich die Festenbergischen Güter, auchMagnitz, Schottkau, Wilmsdorf. Ausserdem kommen auch in Schlesiendie Hertel und Leutersdorf , die ursprünglich Böhmen angehörten, vor.Im Jahre 1617 stand Heinrich v. II. als kaiserl. Oberst in Schlesien.
3) Die adelige Familie v. Hertel in Bommern, namentlich in demehemaligen schwedischen Bommern. Sie besitzt noch gegenwärtig dasGut Plenin im Kreise Franzburg und einen Antheil an dem GuteDaugzin im Kreise Greifswalde. Aus derselben ist der Oberst v. d. A.v. IL, der früher in dem Regiment Schimmelpfennig von der OyeHusaren stand, zuletzt Oberstlieutenant im 4ten Husarenregiment war,und im Jahre 1827 als Oberst mit Pension aus dem activen Dienstetrat. Er ist auch Ritter des eisernen Kreuzes (erworben in derSchlacht bei Bautzen).
4) Die Hertel V. Scliaplmi oder Schaplow. Sie gehören ebenfalls derProvinz Schlesien an. Kurl Georij v. Hertel und Sehaplow , kaiserl.Ober-Amtsrath, wurde im Jahre 1721 in den böhmischen Ritterstanderhoben.
M. s. über die Hertel in Schlesien Spener Theor. insign. S. 260.und Sinapius I. S. 455. II. S. 684. Die pominersche erwähnt Briig-gemann im IX, Hauptstück, und die Hertel v. Schaplau Sinapius, II.S. 685. Ueber die Hertel im Magdeburgischen iindet man bei Gaulle,I. S. 629. einige Nachrichten.
Die schlesischen v. Hertel führen im silbernen Schilde einen vonder obern linken zur untern rechten Seite schräg liegenden, viermalgeästeten rothen Baumstamm, und auf dem ungekrönten Helme zweisilberne Sicheln an rothen Stielen; jede derselben ist an der Aussen-seite mit vier weissen Straussfedern besetzt. Helmdecken roth undSilber. Dieses Wappen giebt Siebmacher, I. S. 64.
Herzberg (Hertzberg), die Grafen und Herren von.
1) Das uralte Geschlecht Derer von Ilerzberg ist fast in allendeutschen Staaten verbreitet, hauptsächlich aber gehört es uns