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2 (1842) E - H
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Haynitz.

mann war. Hier begann er den praktischen Bergdienst mit den ge-meinen Arbeiten eines Berg- und Hiitterimannes. im Vereine mit ei-nem Freunde, dem nachmaligen Berghauptmanne v. Oppeln, legte erden Grund zu den Plänen einer grossen Bergschule, die sich im Jahre17Ö5 durch die Gründung der Berg-Akademie zu Freyberg unter Hei-nitz's Leitung realisirten. Herr v. II. bereiste Böhmen und das säch-sische Erzgebirge, und bald darauf wurde er als Adjutant bei dem berg-männisch- militärisch- organisirten Chor, welches der Ober- Berg-hauptmann von Kilchberg zu Freyberg errichtet hatte, und das im KriegeMineur-Dienste thun sollte, angestellt. Einige Jahre später erweiterteeine Reise über Copenhagen nach Stockholm bedeutend seine Kennt-nisse, denn er beschränkte den Kreis seiner Aufmerksamkeit nicht blosauf den Bergbau, sondern beachtete auch das Manufactur- Commerz-Fi-nanz- und Polizei-Wesen jener nördlichen Staaten. Eine neue Gelegenheitzu solchen interessanten Forschungen bot sich ihm auf einer zweitenwissenschaftlichen Heise dar, welche er in der Begleitung des Berg-liauptmanns v. Inihof durch das an mineralischen Schätzen so reiche Un-garn machte. Damals stand Herr v. H. in den Diensten des Herzogsv. Braunschweig, der ihn im Jahre 1753 zum Vice - Berghauptmannernannt hatte. Im Laufe des siebenjährigen Krieges wurden ihm Ge-schäfte in dem Hauptquartier der verbündeten Armee übertragen. Beidieser Gelegenheit kam er mit mehreren hohen preuss. Staatsbeamtenin nähere Verbindung. Im Jahre 17Ü3 berief ihn der Kurfürst Fried-rich Christian von Sachsen als geheimen Kammer- und Bergrath nachDresden. In dieser Stellung errichtete er, wie wir schon oben erwähnthaben, in den Jahren 17(i5 und 17(i6 die Berg-Akademie zu Freyberg,die noch heute als eine Musterschule in ihrer Art bekannt ist undnicht minder durch ihre reichen Hiilfs-Anstalten und Sammlungen,wie durch ihre Lehrvorträge nicht blos für Sachsen, sondern für denganzen europäischen Bergbau ihren Segen verbreitet hat. In der inden Jahren 1771 und 177'-' in Sachsen herrschenden Hungersnoth suchteer mit Aufopferung eines grossen Theils seines Vermögens und untergrossen persönlichen Anstrengungen dem Elende Grenzen zu setzen.Er verliel dabei in eine schwere Krankheit, die ihn nöthigte, seineEntlassung aus sächsischen Diensten zu nehmen. Nachdem seine Ge-sundheit wieder hergestellt war, unternahm er Reisen nach Frankreichund England. Sie lieferten ihm die Materialien zu dem geschätztenWerke: Esprit d' Economie politique". Nach seiner Rückkehr ansEngland erschien er auch an dem Hofe Königs Friedrich II., dessenScharfblick die ausgezeichneten Talente seines nachmaligen Ministersnicht entgangen waren. Der Freiherr v. IL folgte dem ehrenvollenRufe des grossen Friedrich, der ihm die vacante Stelle eines Staats-Ministers, Chef des Bergwerks- und Hütten-Departements, auch Ober-Berghauptmanns antrug. Am 7. Septbr. 1777 trat der Freiherr v. H.als wirklicher Geheimer Staats - Kriegs- und dirigirender Minister beidem General-Directorium ein. Er erhielt nach und nach mehrere Pro-vinzial-Departements; zweimal übernahm er die interimistische Ver-waltung des Zoll-, Accise- und Fabriken-Departements. Aus dieserZeit rührt seine geistreiche Schrift, betitelt: Memoire de ma gestiondu quatrieme et cinquieme Departement her. Sie ist ans erheblichenGründen nicht zur Öffentlichkeit gelangt. Die Curatel über die Aka-demie der schönen Künste, das l'rovinzial - Departement von West-plialen und Neufchatel, das Salz-, das Münzwesen, die Oberaufsichtüber die Porzellan - Manufactur waren die Geschäftskreise, in denensich dieser ausgezeichnete Minister zum Wohle des Landes durch län-ger als ein viertel Jahrhundert bewegte. Ueberau wirkte er mit Klug-heit, Menschenfreundlichkeit und Kraft, und vermehrte dadurch die Zahl