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2 (1842) E - H
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Hayn Haynitz

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Hayn (Heyn), die Herren voll.

Ein altes Rittergeschlecht in Schlesien, ciäs aus Sachsen dahingekommen und mit den von Hagen verwandten Ursprungs seinsoll. Ihr Stammhaus soll in Thüringen gelegen und Haynerburggeheissen haben. In den alten schlesischen Chroniken kommen vielevon Hayn vor, die in den Zeiten des Faustrechts zu den We-gelagerern und Landesbeschädigern gehörten. Schon im Jahre 1330befanden sicli Edelleute dieses Stammes an dem Hofe des HerzogsBolko zu Münsterberg. Tamon oder Simon v. H. war ein sehr rei-cher und angesehener Cavalier, der mehrere Güter im Oelsischenund Wartenberg'schen besass und Landeshauptmann des Herzogs Con-rad von Oels war. Eine Linie dieser Familie besass das nachmaligeKloster Liebenthal; sie ward am Ende des 17. Jahrhunderts in denFreiherrnstand erhoben, namentlich war Balthasar Leopold Freiherrv. II. Herr auf Fischbach (jetzt dem Prinzen Wilhelm, Bruder Sr. Maje-stät, gehörig). Er war mit einer Freiin v. Schatfgotsch vermalt undstarb 1701 kinderlos. Ein Vetter von ihm, Balthasar v. H und späterdessen Sohn, Philipp Anton v. IL, ererbte die Güter Fischbach, Matz-dorf, Spiller, Niederjohnsdorf. u. s. w. Die Nachkommen des PhilippAnton lebten späterhin in Hirschberg. Zu ihnen gehörten zwei Brü-der v. H , von denen der ältere, Franz v. H., Doctor der Medizinund praktischer Arzt, zu Hirschberg und Warmbrunn, der jüngere aberin dem Gräft. v. Schatfgotschen Hause zu Warmbrunn sich aufhielt.

2) Der König Friedrich II. erhob den damaligen Pr. Lieutenantim Möringschen Husaren-Kegimente, Johann Geory Heyn, im Jahre1771 in den Adelstand.

Aus dem zuerst erwähnten Geschlechte haben auch viele Mitglie-der in der Armee gedient. In Cosel starb 1812 ein Major v. II., derim 3. Musketierbataillon des Regiments v. Sanitz gestanden hatte. Etgehörte der meissnischen Linie an. Noch in der Gegenwart dienenverschiedene Herren v. II. in der preuss. Armee, namentlich der Majorund Führer des 2. Aufgebots vom 1. Bataillon des 2. Landwehrregi-ments , v. H., der bis zum Jahre 1806 in dem Regimente y. Ilagkenzu Soest gestanden hatte.

Haynitz (Heinitz), die Freiherren und Herren von.

Die Familie v. Haynitz, die zu den ältesten und angesehenstenGeschlechtern in Sachsen gehört, ist in dem preuss. Adels - Lexiconganz vorzüglich darum aufzuführen, weil aus derselben ein hochver-dienter, in den preuss. Landen noch gegenwärtig in geehrtem Anden-ken stellender Staatsmann hervorgegangen ist. Es war Friedrich Anton,Freiherr v. Heinitz, geb. am 24. Mai 1725 zu Dreschkau in Sachsen.Sein Vater war knrfürstl. sächs. Ilofrath bei der Landesregierung undAufseher der Landesschule zu Meissen. Seine erste Erziehung genosser in der berühmten Schule zu Pforta, und schon zeitig waren Natur-lehre, Mathematik, Mechanik und die Baukunst die Felder des mensch-lichen Wissens, für welche der junge H. besondere Vorliebe und Ta-lente zeigte. Er wählte darum den Bergbau zu seinem künftigen Be-rufe, und der berühmte Mechaniker und Halurg Borlach zu Kösen unter-richtete ihn bei den ersten Schritten auf der gewählten Bahn, nament-lich in dem Salzwerks-Haushalte. Darauf studirte er die Mineralogiein Dresden, ohne dabei die Logik und die Kunst des Vortrags schrift-licher und mündlicher Relationen zu versäumen. Mit 24 Jahren be-gab er sich nach Freyberg zu einem Oheim, der daselbst Berghaupt-v. Zedlitz Adels-Lex. II. 23