Druckschrift 
2 (1842) E - H
Entstehung
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Hautevillc Hautcliannoy.

J

v. H., sind die Söhne des verstorbenen Grafen v. II. auf Gliisersdorfbei Lüben in Schlesien. Derselbe war zuerst mit einer v. Gamm undzuletzt mit einer von Düring vermählt. Schon der Grossvater der heu-tigen Grafen Clairoit d'Haussonville hatte sich in Schlesien niederge-lassen. Dieses grälliche Haus ist seitdem mit den Freiherren v. Kott-witz, Sauermann und andern vornehmen schlesischen Familien ver-wandt worden.

Hautevillc, die Herren von.

Dieser altadeligen aus Savoyen und Frankreich stammenden Fa-milie gehört der Major v. d. A. und gegenwärtig Postmeister zu Nau-gard in Pommern von llauteville an. Er stand bis zum Jahre 1800 inder niederschlesischen Füsilier-Brigade zu Bunzlau in Schlesien. ImJahre 1807 erwarb er sicli den Orden pour le merite, und bis zumJahre 1809 stand er als Major im 10. Infanterie-Regiment. Ein Sohnvon ihm ist der Regierungsrath, Banco - Commissarius und Justitiariiisv. H. zu Breslau.

Hautcliannoy, die Herren von.

Die gegenwärtig noch in Schlesien vorkommende Familie v. Haut-cliannoy stammt aus einem vornehmen französischen Geschlechte, dasin der Landschaft Boye in Champagne blüht. Samuel Herault v. II.war Oberstlieutenant in dem englischen Regimente Galloway und Ge-neral-Adjutant des Herzogs v. Schömberg. Er blieb mit seinem Feld-herrn zugleich 1091 in der Schlacht an der Boine in Irland. SeineGemahlin war Maria de Cormont le Fevre de la Cloche. Als vier-zehntes Kind aus dieser Ehe wurde geboren: Heinrich Karl Ludwigvon Herault, Ritter und Herr v. Hantcharmoy, der als königl. preuss.Generallieutenant von der Infanterie, Ritter des schwarzen Adleror-dens, Commandant der Festung Brieg, Chef eines Regiments zu Fuss,Amtshauptmann zu Angerburg, Iirbherr auf Allerheiligen und Greten-berg u. s. w. starb. Er hatte unter Eugen, Marlborough und Leo-pold von Dessau die Kriegskunst erlernt, gegen Villars und Bouileursgefochten und grosse Kenntnisse erworben. Gesund an Körper, Herzund Geist, war er ununterbrochen thätig; er vertrat bei mehrerenGelegenheiten die Stelle eines Ingenieur-Offiziers, und wurde im Jahre1730 vom König Friedrich Wilhelm 1. zum General-Quartiermeisterernannt. Schnell hinter einander hatte er seit dem Frieden von Bres-lau die Präbende zu Calcar, eine besondere Gnadenzulage, das schöneGut Allerheiligen bei Oels in Schlesien, die Würde eines Generallieu-tenants und den schwarzen Adlerorden erhalten. Er bewies sich auchwieder in dem mörderischen Kampfe bei Prag durch unerschütterlichetreue Dienstleistung, und starb daselbst im Margarethen-Kloster ain17. Mai 1707 an seinen in dem erwähnten Kampfe erhaltenen ehren-vollen Wunden. Er war zweimal vermählt, erstens mit Maria Hen-riette v. Schilling, und zweitens mit Dorothea Wilhelmine, Freiin v.Schmerzing. Aus dieser letzteren Ehe war Wilhelm Leopold v. H. aufAllerheiligen Landrath des Oels-Bernstädter Kreises. Der einzigeSohn desselben, der als Lieutenant in dem Kürassier-Regiment Grafv. Henckel stand, starb 1806 an seinen in der Schlacht bei Auerstädterhaltenen Wunden. Das Gut Allerheiligen ist durch Kauf an einenHerrn v. Schickfuss übergegangen. Die von II. führen drei Dog-genköpfe (zwei oben, einen unten) im Schilde.