Hausmann — Haussonvil'le.
351
welches der Familie v. Hanseck angehört, endlich, V. S. 24?, ist dasWappen Derer v. II. aus dem Rotenburgschen dargestellt. Es hat eingespaltenes silbernes Schild. In der rechten Hälfte ist ein schwarzer,breiter Streifen in der Mitte und in der linken Hälfte sind zwei der-gleichen oben und unten angebracht. Auf dem ungekrönten Helmestehen zwei weiss und schwarze Biilfelhörner. — Von der preuss. Fa-milie v. H. liegt uns ein Wappenabdruck vor. Es zeigt im blauenSchilde drei silberne Heppen oder Sicheln mit den Stielen abwärts ge-kehrt. Aus dem gekrönten Helme wächst ein geharnischter Mann, derauf dem Haupte eine Pickelhaube und in der rechten Hand eine vierteSichel hält.
Hausmann, die Freiherren und Herren von.
Sie kommen unter dem Namen Hausmann v. Namedy und Ander-nach unter den freiherrlichen und altadeligen Geschlechtern in denRheinlanden vor. Humbracht beginnt die Stammtafel derselben mitdem Ritter Hausmann v. Namedy, der im Jahre 1312 gestorben ist.—Von seinen Nachkommen standen viele in den Diensten der Kurfürstenvon Cöln und von Trier, andere waren Prälaten und Domherren inden Capiteln dieser Erzstifte. Namentlich war Johann Wilhelm Dom-propst zu Trier. — Ein Rruder desselben brachte die freiherrlicheWürde auf sein Haus. M. s. vom rheinischen Adel Tabelle 27?. DasWappen dieser Familie giebt Siebmacher, V. S. 302, unter den cöl-nischen adeligen Patriziern und Geschlechtern. Es ist im getheilten,oben weissen und unten rothen Schilde ein aus acht Stäben gebildetesLilien-Scepter- oder Stabskreuz. Auf dem Helme ist zwischen zweiweissen mit den Kreuzen belegten Adlerfiügeln, der nach der rechtenSeite gewendete Kopf und Hals eines Windhundes dargestellt.
Hauss, die Herren von.
Wahrscheinlich ist die Familie v. Hauss mit der weiter oben vor-kommenden v. Hausen ein und dieselbe, wenigstens nennt sie Sieb-macher Haus und Hausen. Eine Familie v. Hauss gehörte Westpha-len und namentlich der Grafschaft Mark an. Aus derselben war Frie-drich Chrislinn v. Hauss, königl. preuss. Generalmajor und Chef einessächsischen Regiments zu Fuss. Er war 1608 geboren und trat 17l5bei dem Regiment v. Götz ein, ward im Jahre J740 Major bei demneu errichteten Regimente Prinz Heinrich, 1745 Oberstlieutenant, 1747Oberst und 1750 Generalmajor und Commandeur eines aus den beiPirna gefangenen Sachsen errichteten Regiments. Wegen Kränklichkeiterhielt er 1780 den erbetenen Abschied und starb den 15. Deceinber1704. •— Im Jahre 1800 waren drei Fräulein aus dieser Familie Ca-nonissinnen im adeligen Fräuleinstifte Ciarenberg zu Hörde.
Haussonville, die Grafen von.
Die Grafen Clairon d'Haussonville gehören zu einem uralten, vor-nehmen Geschlecht in Frankreich, aus dem viele Glieder zu hohenHofwiirden gelangt sind, und das noch heute daselbst blüht. Die ge-genwärtig in der preussischen Armee dienenden Grafen Clairon d'Haus-sonville, namentlich der Rittmeister im 12. Husarenregiment, Grafv. II., und der Premier-Lieutenant im 22. Infanterie-Regiment, Graf