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Hausen.
Juliusburgischer Common - Rath und Depntatus Ordinarius bei den Pu-blicis zu Breslau. — Sein ältester Solln, George Heinrich v. II., be-kleidete im Jabre 1711 dieselbe Würde; der Jüngere, Karl Heinrichv.II., war Aeltester in dem breslauschen Raths - Collegium, auch Ober-Commissarius zu Breslau.
Hausen, die Herren von.
1") Die Familie von Hausen gehört ihrem Abkommen nach eigent-lich Sachsen, Thüringen und Franken an. In der letzteren Provinzwar sie namentlich im Ilittercanton Altmühl, jetzt zum KönigreicheBaiern gehörig, ansässig. Eben so auch in der Nähe der ehemaligenfreien Reichsstadt Rotenburg. In Thüringen kommen sie schon im12. Jahrhunderte vor, namentlich Fricco v. H. im Jahre 1184 und Eg-bertus v. H. 1197. — Einer v. II. soll das gleichnamige Amtsdorf beiGotha erbaut haben. — Im Jahre 1530 begleitete Andreas v. II. denMarkgrafen Georg von Brandenburg nach Augsburg, wo die bekannteAugsburgische Conl'ession übergeben wurde. — Im Jahre 1092 wurdendie Brüder Rudolph Gottfried und Ernst Friede, 'v. H. mit dein DorfeGr. Baihausen belehnt. — In Niedersachsen war eine Linie begütert,aus der Henning v. H. 1471 Bischof zu Hildesheim wurde, und auseiner baierschen ausgestorbenen Linie war Wolf gang v. H. Bischof zuRegensburg. Mit dem deutschen Orden kamen viele Zweige derselbennach Kurland und Preussen. Dieser preuss. Linie gehörte der Gene-rallieutenant und ehemalige Chef des Infanterie-Regiments No. lö inKönigsberg in Preussen, Friedrich Wilhelm Heinrich v. II., an, der imJahre 1799 in den Pensionsstand trat. Er war im Laufe des sieben-jährigen Krieges Adjutant des Prinzen Heinrich, und zeichnete sichvorzüglich in den Schlachten bei Prag, Rossbach, Freyberg und Leu-then aus. Neben seinen vorzüglichen Eigenschaften als Soldat war erals Menschenfreund geschätzt. Im Jahre 1795 nahm er von poln. Lit-thauen Besitz. Hier erwarb er sich die Liebe und Achtung der Ein-wohner in einem so hohen Grade, dass sie ihm zu Ehren eine gol-dene Medaille schlagen Hessen. Er war Ritter des grossen, rotlienAdler-, des Verdienst- und Johanniterordens, und starb am 2. Januar1818 zu Königsberg in dem ehrwürdigen Alter von 80 Jahren. — Aus-ser demselben haben mehrere andere Mitglieder dieser Familie in preuss.Diensten gestanden, wie der Major v. H., der zuletzt Haupt-Fehl-Lazareth- Director in Charlottenburg war, 1810 mit Pension diinittirtwurde und im Jahre 1831 gestorben ist. Gegenwärtig steht einer v II.als Premier-Lieutenant im 2. Bataillon des lö. Landwehr-Regi-ments. — Ein anderer v. H. ist Director des Land- und Stadtgerichtszu Wesel.
2) Se. Majestät der jetzt regierende König ertheilte im Jahre 1805dem damaligen Rittmeister in dem Husaren-Regiment von Usedom,jetzigem Major a. D. und Gutsbesitzer im Regierungsbezirke Königs-berg von Aubier die Erlaubniss, das Wappen und den Namen desHauses von Hausen annehmen, führen und sich demnach Hausen-Aubier nennen zu dürfen. Derselbe erwarb sich den Orden pour lemerite im Jahre 1793 bei Neukirchen. M. s. auch den Artikel Aubier,1. Theil S. 49.
Siebmacher giebt unter den schwäbischen zwei Wappen der Fa-milie von Hansen. Das eine zeigt im silbernen Felde und auf demHelme einen schwarzen Geisbock, das andere einen goldenen Wolf imblauen Felde und auf dem Helme. Ferner findet man in demselbenWappenbuche, II. S. 163, unter den baierschen ein Wappen angezeigt,