Haupt.
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Was die adelige Familie v. II. betrifft, so ist sie ebenfalls nochgegenwärtig in verschiedenen Gegenden von Schlesien und in der Lau-sitz begütert. Im Jahre 1S06 war August Georg Freiherr v. II. aufObergorpe bei Sagan Kreisdeputirter. Ein anderer v. II. war königl.Kammerherr und Landrath des Leobschiitzer Kreises, auch Erbherrauf Raudnitz, Raschdorf, Schreibendorf u. s. w. Die Kainmerherrn-wiirde hat auch der v. IL auf Schalkau im Jahre 178h erhalten. —Gegenwärtig besitzt der Landesälteste und Rittmeister a. 1). von II.Logischen; er ist auch Ritter des eisernen Kreuzes (erworben vorDresden). Der Landrath a. D. und Director der Görlitzer Fürsten-thums-Landschaft ist Besitzer von Lodenau bei Görlitz. Auch ist dasGut Rosenthal bei Breslau ein Eigenthum dieser Familie. Ein Sohndes verstorbenen Geheimen Justizraths v. IL auf Rosenthal besitztgegenwärtig die Güter Ober- und Nieder-Romolkwitz bei Neumarkt;einem andern ist durch Erbschaft die Burg und Herrschaft Lehnhauszugefallen.
Das ursprüngliche Wappen Derer v. H. ist ein schwarzer vorwärtssehender, gehörnter Widderkopf, auf der Seite liegend, ohne Krone, imrothen Schilde. Die v. II. in Sachsen führen einen eben solchen Wid-derkopf mit goldenen Hörnern und goldener Krone. Auf dem Helmehaben die schlesischen den Widderkpol mit dem Hälse, der Brust und denzum Sprunge aufgerichteten Vorderbeinen ohne Krone und Federn,die in Sachsen aber den gekrönten Widderkopf mit Hals und Brust,aber ohne Beine, und auf dem Kopfe einen roth und weiss abgelheil-ten Federbusch.
Was das Wappen des gräflichen Hauses betrifft, so führt die am21. Januar 1780 in den Grafenstand erhobene katholische Linie denschwarzen Widderkopf mit gelben Hörnern im rothen Schilde, das miteiner neunperligen Krone und drei Helmen bedeckt ist. Der ersteoder der rechte Helm trägt eine Freiherrnkrone; aus derselben wächstder schwarze Haugwitzsche Widder. Dasselbe Bild trägt der linkeHelm, so dass beide Widder gegen einander gerichtet sind. Der mitt-lere Helm trägt aber eine Grafenkrone, auf welcher der preuss. ge-krönte Adler steht.
Der Graf v. IL, Freiherr auf Krappitz, führt ebenfalls im rothenSchilde den Widderkopf, jedoch mit roth ausgeschlagener Zunge; aufder Grafenkrone sind ebenfalls drei Helme angebracht, von denenjeder eine gräfliche neunperlige Krone trägt. Aus den beiden äussernwächst der Widder, auf dem mittelsten ist aber ein schwarzer Adler-flügel dargestellt. Nachrichten über die Familie v. IL giebt Sinapius,I. S. 496. II. S. 662 — 672. M. s. auch geschichtliche Darstellung derFamilie v. Haugwitz mit besonderer Rücksicht auf den preuss. Gehei-men Staats- und Cabinetsininister Grafen v. II. von Wormbs. Gauhe,1. S. 506 — 601. Neues genealogisches Handbuch, 1777. S. 241 und II.78. S. 296. Hermanni Prax. herald, mystic. J. Balbini Memoriae etdocumenta quaedam gen. stirp. her. llaugw. in Königs Adelshistorie,S. 475 - 83.
Das ursprüngliche Wappen der Familie v. Haugwitz giebt Siebma-cher, I. S. 52 und S. 153. Das der Grafen v. Haugwitz ündet manin dem Wappenbuche der preuss. Monarchie, I. S. 49 und 50.
Haupt, die Herren von.
Eine adelige schlesische Familie, die im Breslanischen begütertwar und auch in ansehnlichen Aeintern gestanden hat. — Heinrichv. IL war hochfürstl. würteinberg-ölsischer, wie auch bernstädtisch-