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Ilaiigwitz.
tissin des Klosters Seusslitz. — Johann v. II , ein gelehrter und wei-ser Mann, wurde 1555 zum Bischöfe von Meissen und 1575 auch zumDompropste von Naumburg erwählt. Er trat am 15. Octbr. 1581 zurevangelischen Religion über und starb am 20. Mai 1585. (M. s. übersein Leben Calles series Episcoporutn Misn. 851. Sehöttgen, Historieder Stadt Würzen.) — Christoph und Johann Ernst v. II. waren 1003und 1609 Stiftshauptleute zu Würzen und zu Zeitz. — Johann Adolphv. II. auf Königswartha war kursächsischer Geheimer Rath und Kriegs-rath, Landeshauptmann der Oberlansitz, im Türkenkriege aber kai-serl. Reichs-Kriegsrath und General-Kriegscommissafins. Er starb1668. — Friedrich Adolph v. IL, ein Sohn des Vorigen, gelangte,nachdem er früher kurfiirstl. sächsischer Ober-llofmarschail gewesenwar, am 20. Februar 1699 zur Würde eines königl. preuss wirklichenGeheimen Raths und Ober-Stenerdirectors. Er starb am 7. Juni 1705.— Alle die hier erwähnten Vorfahren der Familie gehörten der in derLausitz verbliebenen Linie an.
Von den nach Schlesien gekommenen v. II. sind vorzüglich zu-erst zu nennen: die Ritter aus diesem Geschlechte, welche sich anden Hofen der Herzöge Heinrich II. von Liegnitz und Bolco vonSchweidnitz befanden. — Ludwig und Heinrich v. IL besassen biszum Jahre 1356 das Goldbergwerk in Reichenstein. —■ Paul v. II. war14S9 Abt zu Sagau. — Wenzel v. IL war 1509 Schlosshauptmann zuSchwiebus. — Schon früher zerfiel das Geschlecht der v. 11. in Schle-sien in viele nach ihren Hauptgiitem genannte Häuser, namentlichin die Häuser Obisch und 'Pöppendorf, Brodelwitz, Sittau und Riitzen,Kalteborschen, Tschistei, Sandewalde, Harte, Nieder-Schreibendorf,Wöitzdorf, Rainlnitz, Schönau und llausdorf. Ausser den hier ge-nannten Gütern und Ortschaften gehörten und gehören zum Theil nochjetzt eine sehr bedeutende Anzahl grosser und schöner Güter diesemberühmten Geschlechte. — Georg Karl v. IL war knrfiirstl. sächsi-scher und königl. polnischer General, und wurde mit seinen Brüdernim Jahre I7jf in den Grafenstand erhoben, nachdem derselbe, wieauch sein Bruder Heinrich Wilhelm , im Octbr. 1723 in den Freiherfn-stand erhoben worden war. Der zuerst genannte ist der Stifter eine3aus seinen niederschlesischen Gütern gebildeten und späterhin auf Krap-pitz in Oberschlesien translocirten Fideicommisses. — Friedrich Wil-helm, Graf v. IL, ein Sohn des Vorigen, wurde oberster Canzler vonBöhmen und Finanzminister der Kaiserin Maria Theresia. Er stifteteein zweites Fideicommiss mit der Herrschaft Namiest im ZnaimerKreise in Mähren, welches, nachdem er seinen einzigen Sohn, OttoKarl, Graf v. H., verloren hatte, an die Nachkommenschaft des obengenannten jüngeren Sohnes Heinrich Wilhelm kam, während das vä-terliche Fideicommiss dem ältesten Sohne desselben, Karl Wilhelm,Graf v. IL, Herrn auf Renke, Schlaube u. s. w,, zuliel. — Es hattensich in Böhmen, Mähren und in der Grafschaft Glaz schon Zweigedes Geschlechts der v. IL vor längeren Zeiten niedergelassen. Sieschrieben sich sämmtlich nach dem schon seit dem Jahre 1340 in denBesitz der Familie gewesenen, gegenwärtig freiherrlich v. Falkenhau-senscheu Schlosse und Dorfe Riscopitz oder Rischkowitz bei Glaz.Aus dieser Linie war Hans v. H. Canzler des Markgrafen Georg vonBrandenburg, für die schlesischen Fiirstenthümer. — Johann v. ILund Riskopitz starb 1581 als Landeshauptmann in Mähren. — WenzelJtudolph v. 11. starb 1713 als Kreishauptmann zu Chrudim. Seine En-kel, I Venzc! Johann und Joseph, traten in den geistlichen Stand, undsomit erlosch diese Nebenlinie, insofern sie den österreichischen Staa-ten angehörte, mit demselben, während in der Grafschaft Glaz nochder Rischkowitzer Ast fortblühte. Yon demselben wurde Johann LFctt-