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2 (1842) E - H
Entstehung
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Hatzfeld.

Hatzfeld (dt), die Fürsten und Grafen von.

In alten Zeiten wird dieses Haus auch Hapesveld, Ilatswelt, Ilaitz-feld und Iiolzfeld geschrieben gefunden. Das gleichnamige Stamm-scldoss liegt im Landgerichte Battenberg des Grossherzogthums Hes-sen an der Uder, und ist im Jahre 178.1 an den Landgrafen von Hes-sen-Darmstadt verkauft worden. Schon im Jahre 968 kommt Gott-fried Richard v. Hatzfeld und seine Gemahlin, Hedwig v. Helfenberg,vor. Im 14. und 15. Jahrhunderte blühten die II. a's ein reiches undmächtiges Geschlecht, das oft in Fehden mit Herzögen und Fürstenstand. Sie gehörten zu den Dynasten und reichsunmittelbaren Ge-schlechtern. Johann I. v. II. war kurkölnischer Marschall und im Jahre1442 Landdrost in Westphalen. Er kommt unten als der Stifter einerder beiden Hauptlinien, die sich im Belgischen und Westphälischenausgebreitet hatte, vor. Sie zerlielen nach und nach in zwei Haupt-und l'iinf Special - Linien , namentlich in die I) ältere oder Hatzfeld-1 Vildenberg - Hessische Hauptlinie, mit den Speciallinien: a) die ältereoder Wittenberg-Hessische-, b) die jüngere oder Wildenberg - Hessiseh-Crottorfische , später 'l'rachenberg-liosenbergische. II) In die jüngereoder Hatzfeld - Wildenberg - Wildenbergische Hauptlinie mit den Spe-ciallinien : a) die ältere oder Weissweilersche, b) die mittlere oder Mer-tensche, und c) die jüngere oder Hatzfeld- Wildenberg- Werther - Schön-steinisclie. Die Herrschaft Wildenberg erwarben sie 1388 durch Heirath.Gotthardts des Rauhen (st. um d. J. 1420) Söhne: Johann und Gotthardwurden die Stifter zweier Hauptlinien. Gotthard hatte die Wildenberg-Hessische Linie gestiftet; sie erlosch 1794, und die, welche Johann ge-gründet hatte, die Wildenberg-Hessische Specialliniegenannt, welche Hatz-feld, Biebinghausen, Allenfeld u. s.w. besass, war schon im Mai 1783 er-loschen. Eine andere Speciallinie, die Crottorfer Linie, wurde späterdie Trachenberg-Rosenbergsche genannt. Die Rosenbergsche Linieist mit dem Grafen Franz Lothar am 14. Mai 1722 erloschen. DerStifter Gotthard, der um das Jahr 1490 lebte, war mit Margaretha v.Schlitz vermählt. Sein Enkel, Sebastian v. II., war Vicedom auf demEichsfelde. Von dessen Sühnen wurde Franz im Jahre 1031 Fürstbi-schof zu Wiirzhurg und 1033 Bischof zu Bamberg, so wie auch Her-zog in Franken; er starb am 30. Juli 1642 in dem Rufe grosser Ge-lehrsamkeit, und hatte sich meistens zu Cöln, auch in den Nieder-landen und in Franken, aufgehalten. Während seiner Regierung lielendie Güter des ausgestorbenen reichen Hauses Rosenberg, namentlichdie Herrschaft Rosenberg mit den Ortschaften Stetten, Haldenberg,Waidenhofen u. s. w., dem Erzstifte als erölfnete Lehne zu, und derBischof iiberliess sie seinem Bruder, Melchior v. H. Dadurch entstanddie ältere Rosenbergsche Linie. Dieser Melchior v. H. ist der be-kannte kaiserl. General im dreissigjährigen Kriege. Er starb am 9.Januar 1658 als kaiserl. Geheimer Rath, llof-Kriegsrath und General-Feldmarschall zu l'owitzko hei Trachenberg, und sein Körper liegt inPausnitz begraben, während sein Herz und sein Bart zu Laudenbachbei Mergentheim unter einem schönen Grabmale beigesetzt sind. Aus-ser den grossen Rosenbergschen Gütern erhielt er von Kurmainz dieehemaligen Gleichenschen Herrschaften Blankenhain und Nieder-Kranich-feld zum Lehn. Seit jener Zeit nannten sich alle Grafen v. H. auch Gra-fen v. H. und Gleichen. Kursachsen vermehrte die Güter dieses Ge-nerals durch den Flecken Massbach und die dazu gehörigen Besitzun-gen , der Kaiser aber schenkte ihm die grosse, nachmals von dem Kö-nige von Preussen zu einem Fürstenthuine erhobene Herrschaft Tra-chenberg in Niederschlesien. Dabei wurde er am 6. August 1641 mitseinen Brüdern unter dem Titel Grafen v. II. und Gleichen in den