Druckschrift 
2 (1842) E - H
Entstehung
Seite
339
Einzelbild herunterladen
 

Hatsclier — Hatten.

339

lieh der Bär im silbernen, und dei Löwe im schwarzen Felde; das 2teQuartier zeigt die andere Hälfte des Reichsadlers im goldenen Felde,und im Uten ist ein rother Balken im silbernen Felde angebracht. Dasblaue, mit einer Freiherrnkrone bedeckte Herzschildlein zeigt einennach der rechten Seite aufspringenden goldenen llasen. Dieses viel-fach zusammengesetzte Schild ist mit einer neunperligen Grafenkroneund drei gekrönten Helmen bedeckt. Auf dem Isten oder rechtenHelme steht neben einem oben schwarzen und unten goldenen, dieSpitzen nach der rechten Seite kehrenden Adleriiiigel, ein nach derlinken Seite aufspringender, goldener Hase. Auf dem 2ten oder mitt-leren Helme ist der preuss. gekrönte Adler, und auf dem 3ten, dergoldene, oben näher erwähnte Löwe neben einem silbernen und ro-then Adlerfiiigel angebracht.

Das Wappen des Grafen IL, genannt Schickfuss, ist im Schildesehr wenig von dem vorigen unterschieden; blos das Wappenbild deslsten Quartieres der mittleren Reihe zeigt hier einen Münch oderKreisel (nach Anderen eine pilzförmige Figur), und unter dein Herz-schilde der Hesslingen ist ein zweites Herzschild mit dem Schickfus-sischen schwarzen Löwen, der einen Stern in der rechten Pranke hält,und im silbernen Felde steht, angebracht. Eben so ist die Zahl derHelme durch einen vierten vermehrt, der hier den 2ten Platz von derrechten Seite einnimmt. Es ist der Schickfussische Helm, der zwi-schen zwei Adleriiiigeln, wovon der vordere oben schwarz, untenweiss, der hintere oben weiss, unten schwarz ist, einen schwarzenGreifenfuss, in der Klaue den Stern haltend, trägt. M. s. aucli Neupsgenealogisches Handbuch. 1777. S. 241 und 1778. S. 295. Gaulle, I.S. 591. Europäisches, genealog. Handbuch von ICröbel. 1770. S. 165.

Hatsclier, Herr von.

Einer v. Hatsclier ist Besitzer des Gutes Kaiserswaldau bei 11a-belschwerd in der Grafschaft Glaz. Zu diesem Dorfe gehört eine derbesten Glashütten der Provinz Schlesien.

Hatten, die Herren von.

Eine altadelige Familie in Preussen, die aus dem Rheingau stammtund daselbst den Ort Hattenheim besessen haben soll. Bei uns be-sitzt sie Güter im Ermelande, namentlich Lomitten, Parkitten undSperling. Der erstere Ort ist in der Kriegsgeschichte durch ein Ge-fecht bekannt, welches 180-y bei demselben vorfiel. — Dr. Stanislaus v.Halten ist Bischof zu Diana, Weihbischof und Domprälat von Erme-land. — Viele Offiziere aus diesem Geschlechte standen in der Ar-mee. Einer v. IL, der früher im Regiinente Jung Larisch stand, blieb1812 als Capitain des 6- Infanterie-Regiments. — Der Major und Com-mandern' des 1. Bataillons vom 3. Landwehr-Regimente zu Ortels-burg, v. IL, erwarb sich bei Leipzig das eiserne Kreuz 1. Classe,und der Capitain im 16. Infanterie - Regiinente v. IL bei Gross-Bee-ren dasselbe Ehrenzeichen 2. Classe. Ein Major v. IL, der früher indem Regiinente von Diericke zu Braunsberg stand , schied im Jahre1820 als Major und Kreis-Brigadier aus der Gensdarmerie, und lebtgegenwärtig bei Oletzko in Preussen. Er ist mit einer v. llanmannvermählt, aus welcher Ehe zwei Söhne als Offiziere in der Armee die-nen. — Die Herren v. Hatten führen im blauen Schilde drei in eineReihe gelegte Sterne und unter denselben ein Hüft- oder Jagdhorn.

22*