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Hasslingcn.
Hasslingcn, die Grafen, Freiherren und Herren von.
Ursprünglich ist Oesterreich das Vaterland der Familie v. Ilass-lingen, und namentlich zählt sie Bucelin zu den ansehnlichsten Ge-schlechtern von Kärnthen. Am 25. Novbr. 1599 wurde Geonj v. II. inden Reichsritterstand erhoben, und der Erste aus diesem Geschlechtein Schlesien, Heinrich Tobias v. H., kaiserl. Feldmarschall, Hofkriegs-rath und Commandant von Glogau, wurde am I-i. Februar 1703 inden Reichsfreiherrnstand, bald darauf aber von dem Könige Augustvon Polen, damals Reichsvicar, in den Reichsgiafenstand erhoben. Erund seine Bruderssöhne, Franz Wolf und Heinrich v. 11., wurden den1. Septbr. 171K in den böhmischen alten llerrenstand, Johann If'olf-</nny v. H-, Landesdeputirter, Erbherr auf Guhren n. s. w., und seinBruder, Franz v. H., Erbherr auf Thomaswalde, Mittlau und Hayde,aber 1702 in den Reichsgrafenstand erhoben und am 10. April 170.1vom Könige von Preussen anerkannt. — Ein Solin des oben erwähn-ten Feldmarschalls Heinrich Tobias, Freiherrn v. II., war Ignatius, Frei-herr v. 11., der ebenfalls k. k. General-Feldmarschall und designirterCommandant von Glogau war. — Der erwähnte Graf Johann Wolf-gang v. H. auf Guhren hatte von seiner Gemahlin, Ernestine, Freiinv. Kottwitz, zwei Söhne und zwei Töchter. Die älteste der Letzteren,Gräfin Maria Josepha, geboren am ld. Septbr. 1740, wurde am 19.Octbr. 1702 zu Nieder- Kaulfungen in Schlesien mit dem PrinzenFranz Adolph von Anhalt-Bernburg-Schaumburg, nachmaligem Für-sten zu Anhalt-Bernburg-Schaumburg, vermählt. Dieser Prinz wardamals Oberstlieutenant. Er starb am 22. April 1784 als Generallieu-tenant von der Infanterie, Ritter des schwarzen Adlerordens u. s. w.zu Halle, und ebendaselbst starb auch seine eben erwähnte Gemah-lin, von der er einen Prinzen und zwei Prinzessinnen hinterliess.(iVI. s. den Art. Anhalt, Bd. 1. S. 119 und 120.) — Iii neuerer Zeitbesass der Graf Geonj v. H. Nieder-Giesmannsdorf im Kreise Sprot-tau. Er machte die Feldziige in den Jahren 1813, 14 und 15 mit,erwarb sich bei Belle Alliance das eiserne Kreuz erster Classe, undwurde Oberstlieutenant. Zuletzt war derselbe Director und General-Coinmissarius zu Stargard in Pommern. — Ein Vetter desselben er-hielt unter dem 20. Decbr. 1824 die Erlaubniss, seinen Namen deinseines Grossvaters mütterlicher Seite, eines v. Schickfuss, auf Queitschbei Schweidnitz, beizufügen. Er nennt sich seitdem Graf v. II., ge-nannt v. Schickfuss, und ist Besitzer der grossväterlichen Güter Baum-garten u. s. w.
Die Grafen v. H. führen nach dem oben erwähnten Anerkennungs-diplome vom 10. April 1703, folgendes Wappen: Es ist ein in 12 Theilezerfallendes Schild mit einem Herzschilde. In der obersten Reihe zeigtdas Iste schwarze Quartier einen nach der linken Seite gewendeten,aufspringenden, goldenen Löwen, einen Zweig in den Pranken hal-tend ; das 2te goldene Quartier ist von einem blauen schräg liegendenBalken durchzogen; das 3te silberne Quartier ist mit zwei Reihen derLänge nach gezogener rother Wecken belegt; das 4te ebenfalls sil-berne Quartier zeigt einen schwarzen, nach der rechten Seite sich auf-richtenden Bären, mit goldenem Halsbande und roth ausgeschlagenerZunge. In der 2ten Reihe ist das Jste Quartier roth, und es zeigtsich darin ein Palmzweig, unten mit einem in Form eines Halbzir-kels erscheinenden Holze belegt; das 2te Feld dieser Reihe ist das3te der oberen, und das 3te ist das 2te der oberen Reihe, nämlichdie Wecken und der Balken in Gold; das 4te aber zeigt die Hälftedes Reichsadlers im goldenen Felde. In der 3ten Reihe ist das lsteund 4te Quartier, so wie das 4te und lste der oberen Reihe, näm-