Hantkc — Happc.
327
genstadt diese Würde. Auch gehören die v. H. zn dem jetzt in Pom-mern ansässigen Adel, in welcher Provinz sie die Güter Schmolsinund Wussecken, im Stolper Kreise besitzen. — Das Wappen diesesvornehmen Geschlechtes zeigt, wie wir schon oben erwähnt haben, imweissen Schilde drei schwarze Monde, oben zwei mit den Hörnern nachder auswendigen Seite gedreht, unter einen mit den Hörnern abwärtsgelegt. Auf dem ungekrönten Helme stellt eine silberne Säule, diemit fünf schwarzen Straussfedern besteckt ist, zwischen zwei schwar-zen Halbmonden. Dieses Wappen giebt Siebmacher, 1. S. 143. Nach-richten über diese Familie geben Gaulle, I. S. 577 —79. Schannat,Fuld. Lehnhof, S. 99. Krohne, Allgemeines Adelslexicon, S. 68 — 89.Heckmann, Access, liist. Anhalt., S. 589. Seifert, Genealogie adeli-ger Eltern und Kinder, Taf. 15. S. 177. v. Hattstein, IL Supplein.S. 25.
Hantkc, die Herren von.
Eine adelige Familie, die schon seit drei hundert Jahren in Schle-sien vorkommt und an der österreichischen Grenze begütert war. Siebesass Fuchswinkel und Weissbacli bei Patschkau. Im Jahre 1590kommt Franz Joseph v. Hantke als Landeshauptmann der GrafschaftGlaz vor. — Franz Ludwig v. Hantke, der 1723 mit dem Prädicatvon Lilienfeld in den böhmischen Kitterstand aufgenommen wurde,war Landesältester im Fiirstenthume Neisse, und Herr auf Fuchswin-kel und Weissbach. — Karl Joseph Hantke war 1725 Landeshaupt-mannschafts-Assessor in Neisse. — Ein Major v. Hantke stand 1808im Kegiment von Biinting, und ist 1814 gestorben. Ein Sohn vonihm ist der Major im 10. Infanterie-Kegiment, Kitter des eisernenKreuzes (erworben in der Schlacht bei Leipzig), v. Hantke und Li-lienfeld zu Breslau, und von diesem ist ein Sohn Lieutenant im 2tenLeibhusaren - Regiment.
Happc, die Herren von.
Ein reichsadeliges Geschlecht, das in dieser Eigenschaft eine neueAnerkennung durch ein Bestätigungsdiplom fand, welches der KaiserLeopold I. unter dem 1. März des J. 1898 dem Rath und Ober-Licent-Kinnehmer IVilhelm Friedrich v. Happe ertheilte. In den preuss. Staa-ten ist dieser Name vorzüglich bekannt geworden durch Franz Wil-helm v. II., wirkl. Geheimen .Staatsrath, Vice - Präsidenten und diri—girenden Minister des General-Directorium. Er ward den 4. Septbr.1884 zu Berlin geboren, ging 1711 als Gesandtschafts-Cavalier zurKaiserwahl Karl VI. nach Frankfurt am Main und 1712 nach Utrechtzu dem Friedenscongress, ward 1715 Landrath und Kammerherr, 1716Envoye in Dänemark, 1718 Geheimer Kriegsrath bei dem General-Commissariat, 1721 Gesandter am Dresdner Hofe, 1722 Director derKriegs- und Domainenkammer zu Berlin, 1726 Envoye extraordinaireund Ministre plenipotentiaire am schwedischen Hofe, 1727 wirklicherGeheimer Staatsrath und Präsident der kurmärkschen Kammer, und1731 Vice-Präsident und dirigirender Minister des General-Directo-rium. Er starb den 1. Juli 1760 und hinterliess seinen drei Söhnen,Alexander Christoph, Ludwig Wilhelm und Ernst Wilhelm, ein ansehn-liches Vermögen, namentlich die Güter Lanke, Prenden, Uetzdorf undSophienstedt. Seine Wittwe war Mariane, Baronin von Wrede, ausCöln. — In der Armee dienten und dienen verschiedene Offiziere die-