Druckschrift 
2 (1842) E - H
Entstehung
Seite
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Harasowski - Hardenberg.

Ö

sos Namens. Ein Stabshauptmann v. IT. stand bei dem Regiment vonChlebowsky in Warschau, und war zuletzt Major und Kreis-Brigadierbei der Gensdarmerie. Aus diesem Verhältnisse schied er 1820 mitInactivitätsgehalt aus. Die v. Happe führen im goldenen Schildeeine von der oberen Rechten zur untern Linken gezogene rothe Strassemit drei unter einander stehenden silbernen Heppen oder Sicheln belegt.

Harasowski, die Herren von.

Eine ursprünglich polnische Familie, von der eine Linie in Ober-schlesien ansässig war. Das Stammhaus derselben war Sucha bei 'fe-schen, das ganze Geschlecht aber stammt aus dem Hause Grzymalain Polen ab, aus dem auch die alte bekannte Familie v. Pogrel ihreAbkunft herleitet, eben so die von ITawranoski und Wysocka. DasITaus Grzymala führte drei Thürme und darunter ein oll'enes Thor.M. s. Paproc., Fol. 438, und Sinapius, II. Th. S. 661.

Hardenberg, der Fürst, die Grafen und Frei-herren von.

Die früher freiherrliche und später grätliche Familie von Har-denberg gehört zu den ältesten Geschlechtern in Hannover, Sachsen,Holstein, Mecklenburg und Raiern. Eine Linie wurde am 8. März1778 vom Kaiser Joseph in den Grafenstand erhoben. Hierher gehö-ren aus diesem Geschlechte ganz besonders Karl August , Fürst vonHardenberg, geboren als Freiherr v. Hardenberg am 31. Mai 1750 zuKssenrode in Hannover. Er wurde im Jahre 1770 hannöverscher Kam-merrath, 1778 Geheimer Kammerrath, 1787 herzog!, brannschweig,wirkt. Geheimer Rath und Grossvoigt. Im Jahre 1786 brachte er dasTestament Friedrichs II., welches in Braunschweig deponirt lag, nachBerlin, wo ihn der König Friedrich Wilhelm 11. persönlich kennen undschätzen lernte. Er empfahl ihn im Jahre 1700 dem Markgrafen vonAnspach und Bayreuth, der ihn kurz vor der Niederlegung seiner Re-gierung zum Minister seiner Fürstenthiimer ernannte. Auf diese Weisekam er bei der Vereinigung mit Preussen in die diesseitigen Dienste,in die er als Geheimer Staats- und dirigirender Minister eintrat. ImJahre 179'2 wurde er Cabinetsminister und Ritter des rothen Adleror-dens ; 1703 stand er dem König im Hauptquartier als Commissair derpolitischen Angelegenheiten zur Seite. Am 5. April 1705 schloss erden Frieden mit der franz. Republik ab, und wurde dafür mit demschwarzen Adlerorden belohnt. Als der jetzige König seine Regierungantrat, wurde der Freiherr v. IL nach Berlin versetzt, wo ihm beidem Cabinetsministerium neben den fränkischen, auswärtigen und öf-fentlichen Angelegenheiten auch die Lehnssachen übertragen wurden.Später wurden auch andere Departements, namentlich das von West-phalen und Neufchätel, seiner Leitung anvertraut. Im Jahre 1804 trater an die Stelle des abgetretenen Ministers, Grafen v. Haugwitz, demer jedoch noch einmal im Jahre 1805 seine Stelle als Minister derauswärtigen Angelegenheiten überliess. Doch übernahm er 1807 dasPortefeuille von Neuem. Nach dem Tilsiter Frieden lebte er bis indas Jahr 1810 fast als Privatmann auf seinem Gute Tempelhotf beiBerlin, bis ihn am 6. Juni des genannten Jahres des Königs Majestätzum Staatskanzler ernannte. Diesen höchsten Posten in der Admini-stration verwaltete er bis zu seinem Tode. Er half den Frieden zuParis abschliessen, und wurde in jener Hauptstadt am 3. Juni 1814