Druckschrift 
2 (1842) E - H
Entstehung
Seite
321
Einzelbild herunterladen
 

Halmcfeld Haindcl.

321

gehen, die im silbernen Schilde und auf dem Helme einen rothen,nach der rechten Seite gewendeten Ilahn führen. Ganz dasselbe Wap-pen führten die früher in Pommern vorkommenden, nur ist hier derHahn nach der linken Seite gewendet. In der Schweiz bliiht noch ge-genwärtig eine Familie v. II., die im goldenen Felde einen schwarzenHahn führt. Endlich giebt auch Siebmacher unter den Geadelten,oder mit andern Worten unter den Geschlechtern, für die er keinVaterland zu bestimmen weiss, ein Wappen Derer v. Hahnen, die eben-falls einen schwarzen Hahn mit weit ausgebreiteten Flügeln im gol-denen Schilde und auf dem Helme führen. Die meissnischen v. II.,auch v. Klitzing genannt, führen ein gespaltenes Schild. In der rech-ten Hälfte steht ein schwarzer Adler im silbernen Felde, in der lin-ken aber ein silberner gekrönter llahn auf grünem Zweige im rothenFelde.

In der preuss. Armee dienten und dienen noch gegenwärtig ver-schiedene v. H., namentlich der Major und Grenadier-Bataillons-Coinmandeur v. II. in dem Regimente Hohenlohe zu Breslau, der zu-letzt Commandeur des 5. Landwehr-Reserve-Bataillons war und iinJahre 1825 gestorben ist. Zwei Brüder v. II. standen im Jahre180(j als Capitaine in dem Artilleriecorps; der ältere wurde 1811 alsOberstlieutenant mit Pension in den Ruhestand versetzt, und lebt ge-genwärtig zu Berlin, er ist Ritter des Militair- Verdienstordens (erwor-ben bei Pirmasenz 1793). Der jüngere starb im Jahre 1822 als Oberst-lieutenant und Chef einer Garnison-Compagnie. Gegenwärtig stehtnamentlich Karl v. II. als Major und Adjutant des Prinzen Augustvon Preussen bei der künigl. Garde-Artillerie. Derselbe ist Ritterdes eisernen Kreuzes (erworben im Jahre 1814 in Frankreich).

Nachrichten von der thüringischen Familie v. Hahn giebt Gauhe,I. S. 569. Neues genealogisches Handbuch 1777. S. 233. 1778. S. 289.

Halmcfeld (Halmenfcld), die Herren von.

Diese Familie finden wir auch zuweilen Hanefeld geschrieben. Ihrgehörte der in Neisse verstorbene General von Hanenfeld an. Er warein geborner Kurländer und um das Jahr 1742 in die Dienste KönigFriedrichs II. getreten. Kr stieg nach und nach bis zu dem Rangeeines Obersten und Commandeurs des Grenadier-Gardebataillon, 1789aber erhielt er im Februar das Regiment Markgraf Heinrich, welchesin Neisse garnisonirte. Noch in demselben Jahre wurde er General-major, und im Jahre 1795 trat er als Generallieutenant in den Pen-sionsstand. Er starb einige Jahre später. So viel uns bekannt ist, hater keine Nachkommen hinterlassen. Gegenwärtig ist ein Fräulein,Pauline v. Hahnenfeld, Canonissin des Fräuleinstifts in Rietschiitz beiGlogau, ohne dass wir im Stande sind, anzugeben, ob sie in Bezie-hung zu dem erwähnten General v. H. steht. Sie führten im blauenSchilde einen nach der rechten Seite gewendeten, von einem Pfeildurchbohrten Hahn. Um denselben sind sechs Sterne gelegt. DerHahn wiederholt sich auf dem Helme.

Haintlel, H cit von.

Einer v. Haindel ist gegenwärtig Besitzer des Gutes Kliitzow imPyritzer Kreise der Provinz Pommern. Ein früherer Eigenthiimer die-ses Dorfes, Hennig v. d. Zinne, hat sich hier durch verschiedene mildeStiftungen ein bleibendes Andenken gegründet.

v. Zedlitz Adels - Lex. II. 21