Druckschrift 
2 (1842) E - H
Entstehung
Seite
322
Einzelbild herunterladen
 

322

Halbcistadt Hallmann.

Halberstadt, die Freiherren von.

Sie gehörten schon seit dem Jahre 926 der Mark Brandenburg an,aber schon seit langen Zeiten haben sie sicli ins Mecklenburgische ge-wendet. Im Jahre 1680 lebte Joachim Friedrich v. Halberstadt alsfiirstl. Oberstlieutenant und Kammerjunker zu Weissenfeis. Siebmachergiebt im V. Th. S. 20 ihr Wappen. Sie führen im rothen Schilde einenhalben Mond. Derselbe wiederholt sich auf dem ungekrönten Helme.Angeli erwähnt in seiner Chronik dieses Geschlecht, S. 37. Gauliegiebt im I. Bd. S. 170, und Klüver S. 615 Nachrichten von demsel-ben, auch vergleiche man Collect. Geneal. Farn. Nob.

Halke, die Herren von.

Im Herzogthume Magdeburg kommen im 17. Jahrhunderte einigev. Halke vor. Gauhe erwähnt sie, I. S. 571.

Hallmann, die Herren von.

1) In Schlesien waren zwei adelige Familien dieses Namens an-sässig, die ein gleiches Wappen, und daher wahrscheinlich auch glei-che Abkunft hatten. Sie schrieben sich Hallmann von Ilallmansfeldoder Halmenfeld. Der letztere Zuname dürfte auch dein Wappen nach,welches drei goldene Halmen im silbernen Schilde (nach Henel. p. 772)zeigt, der richtige sein. Paul Hallmann auf Strachwitz war fiirstl.liegnitzer Geheimerrath und Canzler (Ducis Georgii Rudolphi Consi-liarius intimus et Cancellarius, nach Conradi Sil. Tog ), er starb am11. Januar 1623 zu Breslau, und liegt in der Kirche zu St. Joh. inLiegnitz begraben, wo sein Epitaphium gezeigt wird. SigismundHans v. Hallmann-Hallmenfeld starb am 16. Januar 1720 als Raths-herr zu Breslau und Ober-Kriegscommissarius. Einer v. Hallmannwar im vorigen Jahrhunderte bei Militsch begütert. Gottfried Brnn-drim v. Hallmann, Herr auf Salmirscliitz, war mit einer v. Gladis ver-mählt. Ein Solln aus dieser Ehe, Friedrich Syloius v. Hallmann, warein tapferer Offizier im siebenjährigen Kriege; er starb als Oberst,Chef eines Garnison-Regiments im Jahre 1786 zu Rastenburg in Preus-sen. Im Jahre 1806 standen drei Staabsoffiziere dieses Namens inder Armee, sämmtlich der schlesischen Familie v. II. ungehörig: derOberstlieutenaut v. Hallmann im Regiment v. Winning, starb 1823 zuBerlin im Pensionsstande; der Major und Commandern- eines Grena-dierbataillons v. Hallmann im Regiment v. Schenck zu Soest, starb1825 im Pensionsstande, und der Major v. Hallmann im Bataillon Kai-serlingk von der magdeburger Füsilierbrigade, blieb in der Schlachtbei Auerstädt.

2) v. Hallmann-Hinzmann. Se. Majestät ertheilte im Jahre 1817den Brüdern Ludwig Hinzmann, zuletzt Major im 4. Husarenregiment,jetzt Oberstlieutenant a. D., und Otto Hinzmann, gegenwärtig Ritt-meister im 5. Kürassierregiment, die Erlaubniss, den Namen v. Hall-mann dem ihrigen beizufügen, sie schrieben sich seitdem Hinzmannv. Hallmann. Der Erstere erwarb den Militair-Verdienstorden beiSt. Olay in Kurland (1812) und das eiserne Kreuz 1. Classe bei BelleAlliance, der Letztere das eiserne Kreuz 2. Classe bei Hoogstratenin den Niederlanden (1814).