Hngcmeistcr — Hagen.
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Hagemeister, die Herren von.
Kine adelige Familie, die schon seit längeren Jahren in Vorpom-mern, und namentlich in dem gegenwärtigen Regierungsbezirke Stral-sund ansässig war; doch besassen sie auch in der Nähe von StettinGüter, namentlich Hogeselschow oder Hohenselschow in dem KreiseRandow. Dieses Gut erhielt der Kammerrath Jolinnn Hagemeister,nachdem es vorher zu einem Leihgedinge der Wittwe des Herzogs Jo-hann Friedrich von Pommern gedient hatte, am (i. August 1622 vondem Herzog l'ogislav XIV. zum Geschenk als Lehn. Dasselbe istdurch einen Cabinetsbefehl vom IS. Mai 1750 allodilicirt worden. Da-mals fiel es nacli dem Tode des Commissarius Sebastian Heinrich v. H.seinem einzigen Sohne, Hans Andreas v. H., zu. Aber auch dieserstarb, nach dem Tode seines einzigen noch unmündigen Sohnes, Joh. OttoHeinrich, kinderlos und Hohenselchow fiel an die verwittwete Regierungs-räthin, geb. v. Massow, die es am I. August 17(37 ihrem Vetter, deinnachmaligen Landrathe Karl v. Massow, abtrat. Gegenwärtig besitzendie Herren v. H. das Gut Clansdorf im Kreise Franzburg, und (i.A.v. II. ist immatriculirter Advocat beim Hofgerichte zu Greifswalde. —Im Jahre 1706 wurde ein Hr. v. II. in Lieiland königl. preuss. Kam-merherr.
Hagen, die Grafen, Freiherren und Herren von,von der und vom.
1) Ilag, Hayn oder Iläge, mit andern Worten eine Verzäunungoder Pallisadirung der ßurg oder des Schlosses, hat den Namen oderdie Veranlassung zum Namen vieler berühmter Geschlechter gegeben,die sich fast in allen deutschen Provinzen, namentlich am Rhein, inNiedersachsen, Thüringen, den Marken, Mecklenburg u. s. w., auchin Brabant ausgebreitet und ansässig gemacht haben. Sie gehören,obgleich bald v. Hagen, bald v. der Hagen, bald v. Hagn genannt,sämmtlich zu einem und demselben Geschlechte, oder mit andern Wor-ten, wie der berühmte Schriftsteller und genaue Kenner seiner Fami-liengeschichte, der verstorbene Präsident Thomas Philipp v. d. Hagen,in einer besondern Schrift, die wir unten näher bezeichnen, bewiesenhat, sie haben sämmtlich gleiche Abkunft, obgleich sich mit ihrer Verbrei-tung in verschiedene Länder, mit ihrer Trennung und Veränderung derWohnsitze auch die Schreibart des Namens und das Wappen verän-dert hat, während bei allen sich eines oder das andere erhielt, wo-durch sich die Behauptung jenes geehrten Mitgliedes der Familiegegründet zeigt. Was dieses Geschlecht im Allgemeinen betrifft,so senden wir Iiier folgende Notizen voraus : Als Stammvater des gan-zen Geschlechtes wird von vielen Autoren Eberhard v. Hagen genannt,welcher der Besitzer der Burg Hagen war, um die sich ein Ort formte,welcher jetzt unter dem Namen Hayn zur Dreieich ein grossherzogl.hessisches Städtchen ist und |J. Meile von Frankfurt am Main entferntliegt. Sie wird auch blos im Hayn genannt, und liegt im Mittelpunktedes alten Königsforstes zur Dreieichen. Nach und nach machten sichdie H. v. Ilageneck in Kärnthen, Holstein, Pommern und Mecklenburgbemerkbar; eben so in Braunschweig, in den Marken und in Brabant,auch in Schlesien. Von den braunschweigischen haben sich einige zurZeit der Reformation besonders bekannt gemacht. Die am Rhein, inBrabant u. s. w. , kommen auch als ein besonderer Ilauptast, als dieII. im Westerreiche vor. Die IL in Pommern sollen ein Zweig der