298
Grzvmislawski.
zu den friilieron rfositztliiiniern dieses IJausos. Der heutige FleckenMichelau ist von Ailnm v. G. am Anfange des 17. Jahrhunderts mitgrossen Unkosten verschönert worden. Kr verbesserte das Schloss underhaute die dasige Kirche. Er gehörte zu den angesehensten Edelleu-ten seiner Zeit im Lande, und wurde der Stammvater der später blü-henden Geschlechtslinien, der älteren und der jüngeren v. G Die äl-tere besass Ober-Michelau, zog sich aber später ins Bernstädtsche undNamslausche, und erlosch am Ende des 17. Jahrhunderts mit AclttmFriedrich, einem Enkel des Stifters der Linie, der in Italien auf demSchlachtfelde blieb. Von der jüngeren Linie war Units Heinrich v. G.Herr auf Nieder-Michelau und Oldendorf. Sein init Adam Friedrichv. Cölifs, eines österreichischen Oberolfiziers, Tochter erzeugter Sohn,Adam Friedrich v. G., wurde vom Kaiser Leopold I. im Jahre 16b6 inden Freiherrnstand erhoben, und mit dem Namen: des heiligen römi-schen Deiches Freiherr v. G. , und Edler Herr von Zopfkendorf belegt;auch wurde er im Jahre 1702 zum Amtsverweser bei der BriegschenRegierung bestallt. Das Baronatdiplom, d. d. AVien den 4. Juli 101)6,ist in Rath Tenzels curioser Bibliothek, dritten Depositor, p. 612 zulinden. Es wird darin erwähnt, dass Die v. G. von uraltem Adel ,und mit den vornehmsten Familien des Landes, als mit den von <Liechtenstein, verwandt sind. Unter diesem ersten Freiherrn vonG. vereinigte sich wieder das Besitzthum der älteren und jüngerenLinie, namentlich Ober- und Nieder-Michelau, Olbendorf, Langendorfu. s. w. Er war mit Sitsnnnn Elisnhelh v. Festenberg, aus dem HauseMünchszell aus der Unterpfalz, vermählt, starb am 27. Mai desJahres 1701), und liegt mit seiner Gemahlin in der königl. Stifts- undSchlosscapelle der heiligen Hedwig zu Brieg begraben, wo eine Ge-dächtnisstafel sein Andenken erhält. Er hinterliess zwei Söhne, vondenen jeder wieder männliche Nachkommen hatte. Knrl Ferdinandv. G. machte sich in der Mitte des vorigen Jahrhunderts als Schrift-steller durch Herausgabe eines genealogischen Werkes über den Adelim llerzogthume Oels-Bernstadt bekannt. Die Nachkommen besitzennoch gegenwärtig ansehnliche Güter in Schlesien, namentlich bei Op-peln und bei Ratibor, auch bei Ohlan; hier besitzt der Kreisdepqtil'tev. G. Gunschwitz, und bei Gross-Strehlitz der Polizeidistrictscomniis-sarius v. G. Oberwitz. Zopfkendorf und Michelau aber sind längst inanderen Händen; Michelau kam 1721 aus der Familie und wurde dasEigenthum des im Jahre 1810 aufgehobenen Klosters Camenz. — Dasfreiherrlich v. Gruttenschreibersche Wappen zeigt ein quadrirtes Schild,in dessen 1. und 4. rotheu Felde ein gekrümmter einwärts gekehrterHecht in natürlicher Farbe abgebildet ist. Im 2. rothen Felde ist eingekrümmter geharnischter Mannsarm mit hervorgehendem weissemHemde, in der Hand einen sechseckigen goldenen Stern haltend. Imdritten rothen Fehle ist eine weisse Fahne um eine schwarze mit ei-ner goldenen Krone gezierte Stange gewunden. Das Herzschildchenstellt das alte Stammwappen vor, nämlich einen weissen gekröntenHund mit über sich gewundenem schwarzen Schwanz. Auf dem ge-krönten Vorderhelme erscheint der llund über den halben Leib, aufdem gekrönten Hinterholme der oben beschriebene geharnischte Arm.Die Helmdecken links sind roth und weiss, rechts gelb und blau.
Grzy mislaAV ski, die Herren von.
Aus dieser polnischen Familie sind mehrere Mitglieder in deinprenss. Polen ansässig gewesen und theils noch ansässig. •— Sie füh-ren im blauen Felde drei silberne Hufeisen, zwischen denen ein gol-