Gruner — Gruttschreibcr.
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dritter wilder Mann; dieser trägt auf seiner Schulter einen goldfarbe-nen Haina mit seiner Wurzel und vier abgeschnittenen Aesten. — Diein den preuss. Freiherrnstand erhobenen v. Grunfehl hatten einen vier-ästigen Baum im rothen Schilde, das mit einer zehnperligen Kronebedeckt ist. Dieselbe trägt drei Helme. Der mittlere ist der oben be-schriebene, der rechte trägt einen goldenen Adlerfing, von dem jederFlügel mit drei rothen Münzen belegt ist, der linke einen goldenengekrönten Löwen. Die Decken und das Laubwerk sind blau und gol-den. Sinapius beschreibt die Familie, II. S. 652 11. s. f. Knie, alpha-betisch - statist. topograph. Uebersicht von Schlesien, S. 415. Neuespreuss. Wappenbuch, IL S. 39.
Gruner, die Herren von.
1) Eine adelige Familie, Namens Gruner, oft auch Grun ge-nannt, kommt unter dem schlesischen Adel vor. Sie führte im golde-nen Schilde und auf dein Helme ein weiss und rothes Schachbret. —2) Se. Majestät, der jetzt regierende König, hatte am 17. Jan. 1816den damaligen Gesandten und bevollmächtigten Minister in der Schweiz,Justus Gruner, in den Adelstand erhoben. Er war der am 28. Febr.1777 geborene Sohn des Vice-Canzlers Joh. Christ. Gruner zu Osna-brück, und gelangte im Jahre 1805 zum Posten eines Directors derDöinainenkammer in Posen, 1809 wurde er Polizei-Präsident in Ber-lin, 1812 russischer Staatsrath , 1814 Gouverneur der Verbündeten amNiederrhein, und 1815 Chef der Polizei in Paris vonseiten der Alliir-ten. Er erwarb sich in dieser Stellung viele Verdienste durch denErnst, welchen er Fouche's Winkelzügen, bei der Bückerstattung derfortgeführten deutschen Kunstschätze entgegensetzte. Nach dem zwei-ten Pariser Frieden sollte Gruner preussischer Gesandter in Dresdenwerden, allein eine spätere königl. Bestimmung beglaubigte ihn indieser Stellung bei der Eidgenossenschaft. Er starb zu Wiesbaden amC. Februar 1820, ohne Nachkommen zu hinterlassen.
Gruschinski, die Herren von.
M. s. v. Rosenberg.
Gruttsclirciber, die Frcilierren und Herren von.
Die aus Sachsen stammenden, und seit dem 14. Jahrhunderte inSchlesien ansässigen alten und vornehmen edlen Herren v. Gruttschrei-ber sollen sich in früheren Zeiten Grote, Grotzen, später Grotzen-schreiber, Grotenschreiber genannt haben, woraus nach und nach Grutt-schreiber entstanden ist. Nicht zu beweisen ist es, dass sie mit demvornehmen Geschlechte der Grote im Braunschweigsclien gleiche Ab-kunft haben, obgleich hin und wieder von den Schriftstellern behaup-tet wird, dass der Beisatz Schreiber erst später hinzugefügt, und dieBezeichnung des Amtes eines Kanzlers oder Schreibers besage. DerErste aus diesem Geschlechte in Schlesien war Matthias Grotschrei-ber, der um das Jahr 1420 lebte und die Tochter eines rheinischenEdelmannes, Namens Landschaden, zur Gemahlin hatte. In der Mittedes 15. Jahrhunderts erscheinen Die v. G. als Besitzer von Zopiken-dorf, früher .Suckendorf genannt, im Breslauschen liegend, Stabehvitz,Maschwitz, Wilkau, Schönbach bei Breslau, Taschenberg bei Brieg,Olbendorf und Rosen bei Strehlen, Michelau bei Falkenberg, gehören