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2 (1842) E - H
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300 Giiltlingen Güntlicrsbcrg.

1809 im Pensionsstunde verstorben ist. Die Herren v. G. führenim schwarzen Schilde einen goldenen, nach der linken Seite aufsprin-genden Löwen, und auf dem ungekrönten Turnierhelme zwischen zweischwarzen Adlerflügeln den Hals eines Windhundes mit roth ausge-schlagener Zunge und goldenem Halsbande.

Giiltlingen, die Freiherren von.

Ein sehr altes vornehmes Geschlecht in Schwaben, von dem meh-rere Zweige in den Freiherrenstand erhoben worden sind. Der königl.vviirtembergsche Erbkämmerer, Freiherr v. Giiltlingen, stand bis zumJahre 1800 als Ollizier in der westphälischen Füsilierbrigade, und spä-ter im I. Infanterieregiment. Die v. Giiltlingen führen drei schwarzeAdler, oben zwei, unten einen im silbernen Schilde, und eben so einenschwarzen Adler auf dem ungekrönten Turnierhelme. Die Decken unddas Laubwerk sind silbern und schwarz.

Günther, Herr von.

Der König Friedrich II. erhob am 9. August 1778, im Lager beiJaromirs in Böhmen, den Karl Ludwitj Günther, damals Rittmeister imBeilingschen Husarenregiment, und gestorben am 22. April 1803 alsGenerallieutenant der (Javallerie, Chef des Bosniakenregiments, com-mandirender General in Neu - Ostpreussen, Ritter des grossen rothenAdlerordens u. s. w., in den Adelstand. Der Erhobene erhielt zumWappen ein blaues Schild mit einem aus den Wolken kommenden sil-bergerüsteten Anne. Auf dem Helme waren drei Straussfedern (weiss,schwarz, weiss) angebracht. Ein sehr ehrenvolles Zeugniss für denWerth dieses tapferen Mannes, der nicht dein Zufalle der Geburt, son-dern seinem Degen und seiner Berufstreue, die erlangten hohen mili-tärischen Würden verdankte, ist ein Kabinets-Schreiben, welches Se.Maj. der König unter dem 30. April 1803 von Potsdam aus an denGeneral v. l'Estocq erliess. (M. s. Pantheon des preuss. Heeres, Bd. I.S. 317.) Esheisst darin:Ich erhalte so eben die Nachricht, dass derin Neu-Ostpreussen commandirende Generallieutenant v. Günther, am22. d. Alts, mit Tode abgegangen ist. Sein Hintritt ist ein schmerz-licher Verlust für den Staat, denn er erfüllte seine vielumfassendenPflichten mit rastloser Thätigkeit und rühmlicher Treue u. s. w."Nähere Nachrichten lindet man in der Schrift:Das Leben des Gene-rallientenants Karl Ludwig v. Günther," von dem Generallieutenanta. D. v. Doyen. Berlin, 1835.

Giintlierslierg, die Herren von.

Die v. Günthersberg gehören zu den adeligen, in Pommern an-sässig gewesenen Geschlechtern. Sie besassen im Saaziger Kreise dieGüter Falkenwalde, Reichenbach und Ziegenhagen, und vom Jahre1-120 bis 1480 hatten sie auch das Schloss und Dorf Pansin bei Star-gard besessen. Namentlich war Reichenbach ein altes Lehn dieser Fa-milie, Ziegenhagen aber ist von Denen v. Arenswald an sie gelangt.Falkenwalde kam von Franz v. G. an seine Gemahlin, eine gebornev. Wödtke. Sie vermählte sich zum zweitenmale mit dem Staatsrathv. Blumenthal, und diese schenkte es am 24. Sept. 1757 ihrem Stief-sohne. Ziegenhagen war schon im Jahre 1735 an die v. Alildenitz ver-