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2 (1842) E - H
Entstehung
Seite
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Griimbckow.

now, Wangerske und die dazu gehörigen Güter fielen nach dem am21, Septbr. 1778 erfolgten Tode des Generalmajors Philipp Wilhelmv. G., an dessen einzige Tochter und Universalerbin, die Wittwe vonFodewils. Zwar that der Curator eines Lieutenants, Friedrich Wil-helm v. G., Einspruch, allein das in dieser Angelegenheit abge-fasste Urtheil vom 29. Decbr. 1779 legte ihm Stillschweigen auf. Ge-genwärtig sind diese ansehnlichen Güter das Eigenthum Derer v. Bo-nin. (M. s. d. Art.) Die Reihe der ausgezeichneten Staatsmänner, dieaus dein Hause v. G. hervorgegangen sind, beginnt mit Joachim Ernstv. G. und seinen Söhnen. Joachim Ernst v. G., geb. den 29. Septbr,1637, war der Sohn des Christian Stephan v. G., kurbrandenburgischenObersten, und der Margaretha von Ivrockow. Er gelangte zur Würdeeines kurbrandenburgischen wirk!. Geheimen Staatsministers, Kriegs-ralhs, Oberhofmarschalls, General-Kriegs - Commissarius und Schloss-hauptmanns zu Berlin; auch war er Chef der Leibdragoner. In allenFeldern der Staatswirthschaft war er ein brauchbarer und erfahrnerMann, ein guter Diplomat und dabei bieder, ehrlich, uneigennützigund wohlthätig. Seiner Stiftung haben wir oben erwähnt. Er starbam 26. Septbr. 1690 auf einer Rei-e in der Nähe der Stadt Wesel,sein Leichnam wurde aber nach Blankenfelde abgeführt. Hier ver-wahrt die Kirchengruft die Asche des berühmten Mannes. Er warzweimal verehelicht, zuerst mit Dorothea v. Wreck aus dem HauseBüssow, und nach deren Tode mit Gertrude Sophie v. Grote. Von sei-ner zweiten Gemahlin hatte er vier Sühne; zwei von ihnen gelangtenwieder zu den höchsten Staatswürden. Friedrich Wilhelm, geborenam 4. Octbr. 1678 zu Berlin, der in die Fusstapfen seines Vaters tratund wie dieser ein Glanzpunkt seines alten Hauses wurde. Mit selte-nen Eigenschaften des Geistes und des Herzens begabt, und ausge-stattet mit sorgsam gesammelten Kenntnissen, machte er den Anfangseiner ehrenvollen Laufbahn als Offizier auf den Schlachtfeldern, ander Seite und in der Schule berühmter Feldherrn, eines Eugen vonSavoyen und Marlborough. Er war zum Grade eines Generalmajorsgelangt, als König Friedrich Wilhelm I. den Thron bestieg, der ihnnicht allein in allen seinen Chargen bestätigte, sondern auch zum Chefdes General-Commissariats und Geheimen Staatsminister ernannte.Er folgte demselben in den pommerschen Feldzug und war bei derEroberung der Insel Rügen zugegen Die Beförderung zum General-lieutenant, die Verleihung des Andreasordens vom Czaar Peter I.,und die des weissen Adlerordens von August II., König von Polen, wa-ren Anerkennungen seiner Verdienste und Talente, die schnell aufeinander folgten. Im Monat April 1733 ward er General von der In-fanterie, und 1737 Generalfeldmarschall und Erbjägermeister des Her-zogthums Pommern. Sehr merkwürdig ist der entschiedene Einfiuss,den dieser Mann auf den nicht immer zugänglichen Friedrich I, hatte.Daher waren auch fremde Monarchen stets bemüht, dem General v.G.Aufmerksamkeiten zu erweisen, wie der Umstand bezeugt, dass er,was damals so selten war, verschiedene fremde Orden trug. Auchhatte ihm Kaiser Karl VI. im Jahre 1732 sein reich mit Diamanten be-setztes Portrait verehrt. Vortreffiich schildert ein Schriftsteller seinenCharakter mit wenigen Worten, wenn er sagt:er hatte einen durch-dringenden Verstand, und arbeitete mit Leichtigkeit und Präcisio'n, undwar dabei angenehm, heiter und freigebig," Diese letztere Eigenschaftmochte wohl die Veranlassung sein, dass er bei einem in damaligerZeit sehr bedeutenden Einkommen von jährlich 36,000 Thlrn., den-noch hin und wieder in Geldverlegenheiten war. Er besass die GüterMöllen, Liebasch und Loist. Sein Tod erfolgte am 18. März 1739 zuBerlin, und am 2. April sein prachtvolles, von dem Könige selbst an-